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    Letzte Aktualisierung: 09. November 2015

    Pressemitteilung

    vbw Kongress „Deutschland hat Zukunft: Der Mensch in der digitalen Arbeitswelt“ / Brossardt: „Wir sind auf dem Weg zur Gesellschaft 4.0“

    09.11.2015 - München

    In der Digitalisierung liegen große Chancen für Innovation und Wertschöpfung „made in Bayern“. Dies hat die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Kongress „Deutschland hat Zukunft: Der Mensch in der digitalen Arbeitswelt“ deutlich gemacht. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Wir sind nicht nur auf dem Weg zur Industrie 4.0, sondern zur Gesellschaft 4.0, der Digitalisierung aller Lebensbereiche.“

    Um die Technologieführerschaft Bayerns im internationalen Wettbewerb zu sichern, muss nach Brossardts Worten ein neues Gründerklima in Bayern geschaffen, die Brücke zwischen klassischen Unternehmen, Forschung und innovativen Start-ups noch besser geschlagen und die Technologieförderung weiterentwickelt werden. „Dies entspricht auch den Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft“, so Brossardt.

    Allerdings geht es nicht nur um technologische Innovationen. „Die Digitalisierung wird vielmehr auch die Arbeitswelt der Zukunft verändern. Sie ermöglicht eine noch stärkere Flexibilisierung im Interesse der Beschäftigten und Unternehmen. Dieser Fortschritt muss als Chance für alle begriffen werden und nicht als Bedrohung. Bisher liegt der Schwerpunkt noch zu sehr auf der Arbeitszeit – das ist überholt. Das Ergebnis zählt“, sagte Brossardt. Er fordert deshalb, das Arbeitszeitgesetz globalen Erfordernissen anzupassen: „Das Gesetz erlaubt beispielsweise nur eine Höchstarbeitszeit von maximal zehn Stunden pro Tag. Maßstab sollte stattdessen die europäische Arbeitszeitrichtlinie sein. Sie macht keine Vorgaben über die Länge der täglichen Arbeitszeit. Sie verlangt lediglich eine elfstündige Ruhezeit innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums. Hinzu kommt, dass die Arbeitszeit in einem 6-Monats-Zeitraum 48 Stunden im Schnitt pro Woche nicht übersteigen darf.“

    Er forderte weiter, die Ruhezeitregelung von elf Stunden am Tag so auszulegen, dass kurze Unterbrechungen der Ruhezeit möglich sind. „Die ‚Feierabend-Uhr‘ darf nicht von Neuem zu laufen beginnen, wenn ein Arbeitnehmer abends von zu Hause aus ein kurzes dienstliches Gespräch führt.“

    Die vbw wendet sich auch gegen eine erzwungene Unerreichbarkeit von Mitarbeitern. „Das passt weder zu globalem Wirtschaften noch zur Selbstbestimmung des Arbeitnehmers. Wer innerhalb der Arbeitszeit Privates erledigen darf, muss auch außerhalb der Arbeitszeit kurze Arbeiten ausführen können“, so Brossardt. Er strebt zudem an, dass die Tarifpartner kollektive Regelungen zur Arbeitszeitflexibilisierung treffen und Arbeitszeiten außerhalb der festgelegten Arbeitszeit ermöglichen, zum Beispiel für Home-Office-Tätigkeiten.


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    Andreas Ebersperger

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