Letzte Aktualisierung: 28. Dezember 2015

Pressemitteilung

EU-Ratspräsidentschaft der Niederlande / Brossardt: „Investitionsoffensive vorantreiben, Industrie stärken“

28.12.2015 - München

Im Vorfeld der am 01. Januar beginnenden EU-Ratspräsidentschaft der Niederlande begrüßt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. deren angekündigte Schwerpunktsetzung auf Wachstum und Beschäftigung. „Die immensen Herausforderungen etwa in der Asyl- und Migrationspolitik dürfen nicht dazu führen, dass Europa die Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit aus dem Fokus verliert. Deshalb muss die mit dem ‚Juncker-Plan‘ angestoßene Investitionsoffensive mit allem Nachdruck weiter vorangetrieben werden. Zudem ist es essenziell, die Industrie als Wachstumsmotor weiter zu stärken. Das Ziel der EU, den industriellen Wertschöpfungsanteil bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, ist richtig“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Brossardt macht deutlich, dass die Bedeutung Europas für die Weltwirtschaft abzunehmen droht und verweist auf die Ergebnisse des vbw Prognos Reports „Wirtschaft 2040“. Demnach wird in der EU aktuell rund ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung erbracht. Vom Zuwachs der weltweiten Produktion bis zum Jahr 2040 werden aber nur noch 17 Prozent auf die EU entfallen. Fast ein Drittel des Wachstums wird 2040 in China generiert werden, 23 Prozent in den USA. „Diese Zahlen sind ein Alarmsignal und unterstreichen den Handlungsdruck“, so der vbw Hauptgeschäftsführer. Nachhaltige Wachstumsimpulse werden nach Überzeugung der vbw von der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ausgehen. Deshalb fordert Brossardt, die TTIP-Verhandlungen während der Ratspräsidentschaft der Niederlande zügig voranzutreiben.

Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ist es aus Sicht der vbw entscheidend, dass Europa jetzt Handlungsfähigkeit beweist. „Gerade in der Frage der Umverteilung und der künftigen Verteilung der Flüchtlinge ist es dringend erforderlich, zu einer europäischen Lösung zu kommen“, betont Brossardt. Auf der Agenda der niederländischen Ratspräsidentschaft stehen auch stabile europäische Finanzen und eine robuste Eurozone. Dazu Brossardt: „Spar- und Reformmaßnahmen innerhalb der Eurozone sind die Voraussetzung für finanzielle Hilfen durch die Gemeinschaft. Es gibt keine Alternative dazu, den Stabilitäts- und Wachstumspakt rigoros umzusetzen.“


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