Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2018

Pressemitteilung

Bologna-Reform ein Erfolg, aber Weiterentwicklung nötig / Brossardt: „Zahl der Studienabbrüche immer noch zu hoch“

24.05.2018 - München

Vor 20 Jahren erfolgte der Startschuss für die als Bologna-Prozess bekannt gewordene europaweite Um-
stellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge. Das Zwischenfazit aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fällt überwiegend positiv aus. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Die Bologna-Reform hat das bayerische Hochschulsystem bereichert. Die Studierenden sind mo-
biler als früher und absolvieren häufiger Auslandssemester. Zudem ist das europäische Hochschulsystem insgesamt international wettbewerbsfähig geworden und zieht Studierende an, was dem Freistaat zugutekommt.“

Brossardt weiter: „Eine große Mehrheit der bayerischen Unternehmen ist mit dem akademischen Nach-
wuchs und seiner Leistungsfähigkeit zufrieden. Dennoch muss weiter an dem Reformprozess gearbeitet werden, da viele Hoffnungen noch nicht erfüllt sind.“

Vor allem Mobilität und Internationalisierung müssen weiter forciert werden. „Dazu müssen im europä-
ischen Hochschulsystem die Anerkennung von Studienleistungen und die Anrechnung von formell und informell erworbenen Kompetenzen weiter gestärkt werden. Auch die Zahl der Studienabbrüche ist nicht zufriedenstellend. Hier müssen die Hochschulen ihre Studienformate flexibler gestalten, damit die Studierenden ein Format wählen können, das zu ihrer Lebenssituation passt. Insbesondere bei ausländ-
ischen Studierenden ist die Abbruchquote zu hoch, wodurch künftig Fachkräfte verloren gehen“, fordert Brossardt.

Im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit müssen die Hochschulen selbst aktiv werden und ihr Profil noch weiter schärfen. „Die bayerische Wirtschaft braucht hervorragend ausgebildete Hochschulabsolventen ebenso wie herausragende Forschungsleistungen. Sie sind die Basis für Innovationen und damit für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Unternehmen. Die Voraussetzung für eine gute Hoch-
schulbildung ist ein zukunftsfähiges Hochschulsystem“, erläutert Brossardt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Simon Peltzer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Simon Peltzer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben