Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2016

Pressemitteilung

Beste Berufschancen für Bayerns Jugendliche / Brossardt: „Teilqualifizierung und Teilzeitausbildung weiter stärken!“

14.10.2016 - München

Bayerns Jugendliche haben beste Chancen. Darauf hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Kongress „Vorsprung Bayern: Jugendbeschäftigung 2025“ hingewiesen. Im Jahresdurchschnitt 2015 lag die Arbeitslosenquote von Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in Bayern mit 3,1 Prozent deutlich unter der allgemeinen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent. Seit Jahren übertrifft die Anzahl der Ausbildungsplätze die Zahl der Bewerber. Rechnerisch stehen im Freistaat 100 gemeldeten Bewerbern 126 Stellen gegenüber. „Dieses günstige Verhältnis verdeutlicht auch das große Ausbildungsengagement der Unternehmen.“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt im Vorfeld der Veranstaltung.

Trotzdem sieht die vbw weiterhin Handlungsbedarf. „Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben ist eine optimale Vorbereitung im Schulsystem. Die Anzahl der Schulabgänger ohne Abschluss muss bis 2020 halbiert werden. Ziel ist es, dass alle Jugendlichen ihre Potenziale je nach persönlicher Neigung und Stärken voll entfalten können. Studium und duale Ausbildung sind dabei gleichberechtigte Wege“, so Brossardt.

Daneben können Nachqualifizierungskonzepte für junge Menschen mit Startschwierigkeiten oder mit Fluchthintergrund wichtige Impulse setzen. Brossardt: „Wir haben mit der Teilqualifizierung – also der modularen Weiterqualifizierung an- und ungelernter Arbeitnehmer – sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Rahmen des Projekts ‚Chance Teilqualifizierung‘ haben seit 2007 bereits über 14.500 An- und Ungelernte in Bayern ihre Teilqualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Dieses bewährte Instrument muss weiter gestärkt werden und bundesweit mit einer gesicherten Finanzierung durch die Bundesagentur für Arbeit zum Einsatz kommen“, forderte Brossardt.

Die vbw setzt sich zudem für eine Stärkung von Teilzeitausbildungen ein. „Diese bieten Personen, die aufgrund familiärer Verpflichtungen oder gesundheitlicher Einschränkungen keine Ausbildung in Vollzeit durchlaufen können, gute Chancen für eine Integration in das Erwerbsleben“, sagte Brossardt. Er wies auch auf die Notwendigkeit hin, die Teilqualifzierung für weitere Zielgruppen zu öffnen.

Die vbw plädiert auch für eine verstärkte Nutzung zweijähriger Ausbildungsberufe. „Gerade für praxisorientierte Jugendliche ist das eine interessante Alternative“, sagte Brossardt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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