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    Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2016

    Pressemitteilung

    Bayerns Exportentwicklung im ersten Quartal 2016 volatil / Brossardt: „Gesunkene Ausfuhren in die USA bereiten Sorge“

    23.05.2016 - München

    Die bayerischen Ausfuhren haben im ersten Quartal 2016 um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. „Die Exportentwicklung war sehr volatil und heterogen: Während die Ausfuhren nach Europa, besonders in die Eurozone, gut liefen, bereiten die eingebrochenen USA-Zahlen Sorge: Die Ausfuhren auf unseren wichtigsten Auslandsmarkt sind um 9,4 Prozent zurückgegangen. Das ist besonders problematisch, weil die USA unsere Exportentwicklung 2015 wesentlich gestützt haben“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Die bayerischen Ausfuhren in die Eurozone konnten um 6,8 Prozent gesteigert werden. Besonders positiv entwickelten sich die so genannten „PIGS“-Staaten Portugal (+18,4 Prozent), Italien (+6,7 Prozent), Griechenland (+13,7 Prozent) und Spanien (14,3 Prozent). Nach Frankreich stiegen die Ausfuhren um 3,7 Prozent, nach Österreich um 8,4 Prozent.

    Die Exporte in die gesamte EU wuchsen um 5,9 Prozent. Wichtigstes Zugpferd außerhalb der Eurozone war Tschechien mit +8,6 Prozent, die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich stiegen nur um 0,8 Prozent.

    Weiterhin rückläufig sind die bayerischen Exporte in wichtige Schwellenländer: Russland (-4,3 Prozent), Brasilien (-7,5 Prozent) und China (-1,9 Prozent). Auch die Exporte nach Indien lagen – nach kräftigen Steigerungen 2015 – um 2,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nach einem deutlichen Plus zum Jahresstart sanken auch die Ausfuhren in den Iran wieder (-2,8 Prozent).

    Die Heterogenität wird auch in der Exportentwicklung der Warengruppen deutlich. So konnte der Export von Pkw um 8,3 Prozent gesteigert werden, elektronische und optische Erzeugnisse wurden um 2,3 Prozent mehr exportiert als im Vorjahr. Der Export von Maschinen nahm nur leicht um 0,4 Prozent zu. Rückläufig waren unter anderem die Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen (-0,6 Prozent), von chemischen Produkten (-1,6 Prozent), von Metallerzeugnissen (-5,6 Prozent) und von Nahrungs- und Futtermitteln (-6,3 Prozent).

    „Die aktuelle Entwicklung ist ein Warnsignal: Für Bayerns Unternehmen wichtige Märkte wie die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Russland sowie die Schwellenländer entwickeln sich schlecht. Die Impulse kommen derzeit vor allem aus der Eurozone. Dabei ist Vorsicht geboten: Die Lage im Euroraum bleibt labil und die Schuldenkrise ist noch nicht überwunden. Damit unsere Unternehmen auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig bleiben, brauchen wir dringend mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Dafür müssen Politik und Tarifpartner die Grundlagen schaffen“, so Brossardt.


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