Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2019

Pressemitteilung

Bayerns Exporte weiterhin im Abwärtstrend / Brossardt: „Weichen auf Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit stellen, bevor es zu spät ist“

17.10.2019 - München

Die bayerischenExporte sind im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um sechs Prozent auf 13,3 Milliarden Euro gesunken. Die Einfuhren sanken um 3,5 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. „Die Zeiten des fortwährenden Wachstums sind vorbei. Insbesondere das weiter schwierige und unsichere außenwirtschaftliche Umfeld belastet unsere Industrie. Wir brauchen stabile und verlässliche weltweite Rahmenbedingungen, um einen freien Handelsaustausch zu gewährleisten“, fordert der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, und fügt hinzu: „Die Belastungen für die Wirtschaft sind enorm. Weltweit haben wir die vierthöchstenArbeitskosten, dazu stetig steigende Strom- und Energiekosten. Entlastungen sind aber weiterhin Fehlanzeige. Wir müssen unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten, bevor es zu spät ist.“

In den ersten acht Monaten 2019 lagen die bayerischenExporte um 1,9 Prozent niedriger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Der Abwärtstrend setzt sich ungebremst weiter fort. Unsere Industrie steckt in einer handfesten Rezession, der wir entschieden entgegentreten müssen“, kommentiert Brossardt die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik.

Sorgen bereitet der vbw insbesondere der Rückgang der Exporte in die Volksrepublik China in Höhe von 3,5 Prozent in den ersten acht Monaten diesen Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „China ist der zweitwichtigste Markt für bayerische Produkte. Ein Ausfuhrrückgang trifft unsere Industrie, darunter insbesondere die KfZ-Industrie, hart“, erklärt Brossardt. In den für Bayern wichtigsten Markt USA sind die Exporte hingegen im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent gestiegen. Während die Ausfuhren in die gesamte EU um 0,7 Prozent gesunken sind, liegen die Exporte in das VereinigteKönigreich um 4,7 Prozent unter den ersten acht Monaten des Jahres 2018.

Der Exportrückgang ist bei ‚Personenkraftwagen (inkl. Wohnmobilen)‘ mit 8,4 Prozent besonders hoch. Diese Warengruppe bleibt jedoch mit rund 21 Milliarden Euro Ausfuhrwert die wichtigste der bayerischen Industrie. „Durch die abkühlende Konjunktur treten die Herausforderungen für den Standort offen zu Tage. Wir müssen jetzt handeln, im Sinne der bayerischen Wirtschaft und seiner Beschäftigten“, so Brossardt.


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