Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2016

Pressemitteilung

Bayerns Arbeitsmarkt trotzt der Flut an negativen Nachrichten / Volatile Nachfrage, hohe Arbeitskosten, Brexit: vbw sieht für die Zukunft viele Fragezeichen

30.06.2016 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt steht nach wie vor sehr gut da. Mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent im Juni weist der Freistaat zum wiederholten Mal die besten Zahlen unter allen Bundesländern auf. Wir freuen uns, dass die Zahlen aus Nürnberg der Vielzahl an Hiobsbotschaften der letzten Zeit trotzen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, anlässlich der heute vorgestellten Juni-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Die Tatsache, dass 5,29 Millionen Menschen im Freistaat sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, zeigt: Bayern und die bayerischen Unternehmen sind weiterhin Zugpferde auf dem deutschen Arbeitsmarkt.“

Besonders erfreut ist Brossardt darüber, dass die Arbeitslosigkeit in den verschiedensten Bevölkerungsgruppen zurückgeht: „Mit einer Quote von 2,7 Prozent bei den 15- bis 25-Jährigen hat Bayern eine extrem niedrige Jugendarbeitslosigkeit. Die Frauenarbeitslosigkeit liegt mit 3,1 Prozent ebenfalls unter der gesamtbayerischen Arbeitslosigkeit. Auch Ältere zwischen 50 und 65 Jahren haben bei einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent im bundesweiten Vergleich beste Chancen.“

Die vbw verweist gleichzeitig auf die Risiken, die es nicht erlauben, auch langfristig eine positive Prognose abzugeben: „Bei den Unternehmen besteht Unsicherheit infolge der volatilen Inlandsnachfrage, der unwägbaren Entwicklung der Arbeitskosten sowie der künftigen Höhe der Rohstoff- und Energiepreise. Hinzu kommt der ‚Brexit‘ verbunden mit Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen EU“, sagte Brossardt. Die Folgen sind nach Einschätzung der vbw derzeit zwar nicht bezifferbar. „Klar ist aber: Die bayerische Wirtschaft ist vom ‚Brexit‘ betroffen. Großbritannien ist Bayerns zweitwichtigster Exportmarkt. Es gilt nun, Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen und auch künftig einen freien Waren- und Dienstleistungsverkehr in Europa zu gewährleisten.“ Die Bundesagentur für Arbeit rechnet zudem damit, dass sich ab Spätsommer vermehrt Flüchtlinge, die letztes Jahr nach Deutschland kamen, arbeitslos melden werden. „Auch das wird den Arbeitsmarkt beeinflussen“, so der vbw Hauptgeschäftsführer.


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