Letzte Aktualisierung: 31. März 2016

Pressemitteilung

Bayerischer Arbeitsmarkt: Zahlen sind besser als die Lage / Brossardt: „Ergebnisse der Tarifverhandlungen entscheidend für weitere Entwicklung“

31.03.2016 - München

„Der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit in Bayern ist erfreulich. Ein milder Winter und die gute Performance unserer Unternehmen in einem rauen weltwirtschaftlichen Umfeld sind die vorrangigen Gründe für die guten Zahlen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgestellten Arbeitslosenzahlen für März.

Besonders positiv sieht die vbw, dass die Arbeitslosigkeit nicht nur niedriger ist als im Vormonat, sondern auch als im Vorjahresmonat. „Dies belegt, dass die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen weiterhin hoch ist und der bayerische Arbeitsmarkt allen Beschäftigungsgruppen gute Chancen eröffnet“, so Brossardt. Die vbw warnt aber: „Die Zahlen sind besser als die Lage. Die Unternehmen sind mit dem Beschäftigungsaufbau in Vorleistung gegangen. Die Weltkonjunktur ist schwach, die Nachfrage sehr volatil und die Unsicherheit aufgrund geopolitischer Krisen groß. Wir erleben derzeit eine Scheinkonjunktur, die lediglich aufgrund des niedrigen Ölpreises, des günstigen Wechselkurses und der hohen Konsumnachfrage noch gut läuft. Fallen diese Faktoren weg, wird sich dies auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen“, sagte Brossardt.

Als mitentscheidend für die künftige Beschäftigungsentwicklung sieht die vbw außerdem die Ergebnisse der Tarifverhandlungen in diesem Jahr an: „In der Metall- und Elektro-Industrie hat die Heterogenität zwischen Branchen und ein­zelnen Unternehmen bisher unerreichte Dimensionen angenommen. Daher gibt es bei den Tarifverhandlungen nur wenig Verteilungsspielraum. Wir müssen den Standort stärken und uns in der Entgeltpolitik am gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsfortschritt orientieren. Die IG Metall-Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn ist daher grob unvernünftig.“ Brossardt forderte die Bundesregierung auf, nicht mit weiteren Regulierungen Sand ins Getriebe zu streuen und so den Arbeitsmarkt zu belasten. “Aktuelles Beispiel dafür sind die Pläne von Schwarz-Rot für ein Entgeltgleichheitsgesetz“, so Brossardt.


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