Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2016

Pressemitteilung

Bayerischer Arbeitsmarkt: Starkes Frühjahr dank starker Unternehmen / Brossardt: „Gute Zahlen aus Nürnberg sind kein Blankoscheck für die Zukunft“

31.05.2016 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt ist weiterhin in sehr guter Verfassung. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent im Mai 2016 hat der Freistaat erneut ein sehr gutes Frühjahr hinter sich“, sagte der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, anlässlich der heute vorgestellten Mai-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

„Dass Bayern so gut dasteht, ist der Stärke der bayerischen Wirtschaft aufgrund richtungweisender Unternehmerentscheidungen geschuldet. Die Unternehmen bilden aus und engagieren sich für Ältere und Familien. Dies spiegelt sich in den sehr ausgeglichenen und geringen Arbeitslosenquoten für die einzelnen Gruppen wider“, so Brossardt weiter.

Nach Brossardts Überzeugung ist die gute Entwicklung weder eine Selbstverständlichkeit noch ein Blankoscheck für die Zukunft: „Bei den Unternehmen besteht Unsicherheit infolge der volatilen Inlandsnachfrage, der unwägbaren Entwicklung der Arbeitskosten sowie der künftigen Höhe der Rohstoff- und Energiepreise. Auch die Staatsschuldenkrise in Europa ist noch nicht überwunden. Hinzu kommen weitere Unsicherheiten durch einen möglichen ‚Brexit‘. Die Bundesagentur rechnet zudem damit, dass sich ab Spätsommer vermehrt Flüchtlinge, die letztes Jahr zu uns kamen, arbeitslos melden werden. All das wird den Arbeitsmarkt beeinflussen.“

Damit die Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen können, müssen Politik und Tarifparteien die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Den im Mai erzielten Tarifabschluss in der Metall- und Elektro-Industrie bezeichnete Brossardt in diesem Zusammenhang als tragbaren Kompromiss. „Die Differenzierungselemente erlauben Unternehmen an der Belastungsgrenze, Anpassungen nach unten vorzunehmen. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen M+E Industrie und damit Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort Bayern nachhaltig zu sichern.“ Die vbw rief die große Koalition auf, nicht weiter auf Regulierung und Umverteilung zu setzen. „Die Bundesregierung muss wieder mehr Wirtschafts- statt Sozialpolitik betreiben“, so Brossardt.


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