Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2018

Pressemitteilung

Bayerischer Arbeitsmarkt: Sommerstimmung bereits im Mai / Brossardt warnt vor Einschränkungen der Flexibilität am Arbeitsmarkt

30.05.2018 - München

„3,4 Prozent im Mai 2016, im Mai 2017 3,0 und nun 2,7 – auf dem bayerischen Arbeitsmarkt hat der Won-
nemonat Mai seinem Namen erneut alle Ehre gemacht.“ Mit diesen Worten zeigte sich Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sehr erfreut über die heute vorgestellten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

„Dass Bayern so gut dasteht, ist der Stärke der bayerischen Wirtschaft geschuldet. Sie ist in diesen un-
ruhigen Zeiten Stabilitätsgarant Nummer 1. Die Unternehmen engagieren sich für ihre Mitarbeiter und bilden intensiv aus. Dies spiegelt sich in den sehr ausgeglichenen und geringen Arbeitslosenquoten für die einzelnen Gruppen wider“, so Brossardt. Herausragend sind die Perspektiven für junge Menschen: Die Jugendarbeitslosigkeit der unter 20-Jährigen beträgt aktuell in Bayern gerade einmal 1,5 Prozent, bei den unter 25-Jährigen 2,2 Prozent. Brossardt: „Das ist einmalig in Europa.“

Nach Einschätzung der vbw ist die gute Entwicklung weder eine Selbstverständlichkeit noch ein Blanko-
scheck für die Zukunft: „Bei den Unternehmen besteht Unsicherheit infolge vieler ungelöster geopoliti-
scher Krisen
, protektionistischer Tendenzen in den USA und der Unklarheit über die weitere Zukunft wichtiger Länder wie Italien und Großbritannien. All dies kann unsere exportorientierte bayerische Wirt-
schaft stark beeinträchtigen“, sagte Brossardt.

Die vbw warnt die Bundesregierung davor, in Zeiten großer Unwägbarkeiten zusätzlich die Flexibilität am Arbeitsmarkt einzuschränken, insbesondere durch weitere Regulierungen befristeter Beschäftigungsver-
hältnisse
. „Diese ermöglichen oft den Einstieg in einen unbefristeten Stammarbeitsplatz. Das gilt in besonderem Maße für die Gruppen, die es am Arbeitsmarkt am schwersten haben: Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte. In der Privatwirtschaft werden 42 Prozent der befristet Beschäftigten später in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, in der Industrie sogar über 50 Prozent. Diese Brücke in den Arbeitsmarkt darf nicht eingerissen werden“, so Brossardt.

Genauso kritisch sieht die vbw das geplante Rückkehrrecht für alle von Teilzeitin Vollzeit. Brossardt: „Das Vorhaben schafft zusätzliche Bürokratie, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Schon die bestehenden Ansprüche auf Veränderung der Arbeitszeit, zum Beispiel bei Eltern- oder Pflegezeiten, stellen die Betriebe vor große organisatorische Hürden bei der Personalplanung.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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