Letzte Aktualisierung: 03. Januar 2018

Pressemitteilung

Bayerischer Arbeitsmarkt Leuchtturm für ganz Deutschland / Brossardt: „Mit den richtigen Rahmenbedingungen bleibt Bayern 2018 Jobmotor“

03.01.2018 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt war 2017 einmal mehr ein Leuchtturmfür ganz Deutschland. In nahezu allen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt ist die Erwerbslosigkeit in Bayern deutlich gesunken und damit bundesweit vorbildlich. Auch die Performance im Dezember war bemerkenswert. Eine Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent in Bayern ist für einen Dezember ein Top-Wert“, erklärte Bertram Brossardt, Haupt-
geschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich der heute vorgestellten Dezember-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Brossardt: „Jetzt muss ein noch deutlicherer Fokus auf die Fachkräftesicherung gelegt werden.“

Die vbw geht davon aus, dass Bayern auch 2018 Jobmotor bleibt – sofern sich der Faktor Arbeit nicht verteuert. „Hier ist die Politik gefordert. Die nächste Bundesregierung muss alles unterlassen, was Lohn- und Lohnzusatzkosten in die Höhe treibt. Dass derzeit die Idee einer Bürgerversicherung wiederbelebt wird, ist kein gutes Zeichen. Auch dem Vorschlag nach Einführung einer Solidarrente erteilen wir eine klare Absage“, so der vbw Hauptgeschäftsführer. Er appellierte an die Politik, rasch eine handlungsfähige Bundesregierung zu bilden, die die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärkt und wieder mehr Wirtschaft wagt.

Mit Blick auf die laufende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie appellierte Brossardt an die Tarifparteien, ihren Teil zur Stabilisierung der guten Lage beizutragen: „Lohnerhöhungen dürfen sich ausschließlich am Produktivitätsfortschritt orientieren. Der vbm hat daher ein Angebot vorgelegt, das eine Tabellenerhöhung in Höhe von zwei Prozent ab 01. April 2018 für zwölf Monate sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018 vorsieht.“ Die von der IG Metall geforderte Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Wochenstunden bei Teillohnausgleich nennt Brossardt die falsche Antwort auf die erfreulich hohe Nachfrage nach M+E Produkten: „Die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels mit kürzeren Arbeitszeiten bewältigen zu wollen, ist absurd. Ein Teillohnausgleich ist diskriminierend und rechtswidrig.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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