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    Letzte Aktualisierung: 23. Juni 2016

    Pressemitteilung

    Moderates Gewerbesteuer-Niveau in Niederbayern ist Standortvorteil / Sennebogen: „Zielgerichtete Hebesatzpolitik steigert Attraktivität von Kommunen“

    23.06.2016 - Straubing

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Entwicklung der Gewerbesteuer in Bayern und Deutschland in den vergangenen Jahren analysiert. Das Ergebnis: Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen; die Steuerbelastung vieler Unternehmen steigt. Die bayerische Hebesatzlandschaft dagegen ist mit Ausnahme der großen Städte günstig, die niederbayerische sogar besonders gün­stig. Walter Sennebogen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Be­zirksgruppe Niederbayern: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist un­vernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern und gerade Niederbayern sind hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat und in unserem Regierungsbezirk überdurchschnittlich gewachsen. Am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

    Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2003 und 2015 mit 126 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. In Niederbayern liegt der Zuwachs bei 236 Prozent. Das ist der höchste Wert aller bayerischen Regierungsbezirke. Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische Kommunen dieses Jahr die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern und Niederbayern als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab unserer Unternehmen ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebe­sätzen als attraktiv wahrgenommen“, so Sennebogen.

    Oberbürgermeister Markus Pannermayr erklärte: „Die Stadt Straubing hat ihren Gewerbesteuerhebesatz seit vielen Jahren nicht erhöht. Denn ein wirtschafts- und ansiedlungsfreundliches Klima ist eines unserer vorrangigen Ziele. Die Weiterentwicklung bereits ansässiger Unternehmen wird in Straubing ebenso positiv von Politik und Verwaltung begleitet wie neue Betriebsansiedlungen. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv daran, um den Standort Straubing mit guten und bezahlbaren Wohnmöglichkeiten, einem breiten Kultur-, Sport- und Freizeitangebot sowie zahlreichen Bildungseinrichtungen noch attraktiver zu machen.“


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