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    Letzte Aktualisierung: 27. Mai 2016

    Pressemitteilung

    Ausbau der digitalen Netze kommt voran, aber weiterhin Aufholbedarf / Gaffal: „Ausbau der Mobilfunknetze mit Mastenprogramm unterstützten”

    27.05.2016 - München

    Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern kommt im bundesweiten Vergleich gut voran. Im internationalen Vergleich sind Deutschland und Bayern jedoch nur Mittelmaß. Das ist das Ergebnis einer Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erstellt von der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH, die den aktuellen Stand und die vorhersehbare Entwicklung der leitungsgebundenen und mobilen Netzversorgung in Bayern analysiert hat. Demnach liegt Bayern bei der Versorgung mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen in Deutschland schon heute in der Spitzengruppe. Ende 2015 waren für gut 80 Prozent der bayerischen Haushalte Anschlüsse mit einer Leistungsfähigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde verfügbar, fast 69 Prozent konnten Bandbreiten ab 50 Megabit pro Sekunde nutzen. Der Aufholbedarf gegenüber anderen europäischen Staaten wie Schweden, den Niederlanden und der Schweiz, vor allem gegenüber der internationalen Spitze, angeführt von Südkorea, bleibt jedoch enorm.

    vbw Präsident Alfred Gaffal erklärt zu den Studienergebnissen: „Vor allem im ländlichen Raum muss noch viel passieren. 2020 muss in allen Teilen Bayerns ein sicheres Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz mit 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Auch höhere Bedarfe von Unternehmen und Versorgungseinrichtungen müssen gedeckt werden. Für 2030 rechnet man mit Bandbreitenbedürfnissen von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Deshalb ist es essenziell, dass die Netz-Ausbaupolitik strategisch noch mehr auf die Umrüstung hin zum glasfaserbasierten Gigabitnetz ausgerichtet wird.“

    Neben dem leitungsgebundenen Netz wird die mobile Datenversorgung für immer mehr Unternehmen zum wichtigen Standortfaktor. „Die flächendeckende Mobilfunk-Versorgung bereitet trotz spürbarer Fortschritte zunehmend Sorge. Es gibt immer noch zu viele Funklöcher. Besonders betroffen sind Landstraßen, Regionen mit wenigen Nutzern sowie die grenznahen Gebiete zu Österreich und Tschechien, aber auch Lückenschlüsse an den Autobahnen sind noch erforderlich“, so Gaffal. Dem vbw Präsidenten zufolge muss der Ausbau weiter über den Markt erfolgen, aber über öffentliches Engagement strategisch abgesichert werden. „Die Lückenschluss- und Ausbauanstrengungen der Betreiber der Mobilfunknetze müssen über ein Mastenprogramm auch lokal unterstützt werden. Unsere Kommunen sind gefordert, passende Standorte zu finden und zu genehmigen. Ziel müssen flächendeckend stabile und leistungsfähige Mobilfunknetze sein, in Städten wie im ländlichen Raum“, betont Gaffal.


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