Letzte Aktualisierung: 15. November 2019

Pressemitteilung

vbw: Ausbau der Digitalen Infrastruktur in der Oberpfalz schreitet voran / Helmberger: „Nachholbedarf allerdings noch bei Glasfaser“

15.11.2019 - Regensburg

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur im Freistaat und in der Oberpfalz hat in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Zeitgleich ist allerdings der Bedarf der Unternehmen aufgrund neuer technischer Möglichkeiten und Innovationen sprunghaft angestiegen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Der Zugang zu schnellem Internet von bis zu 30 Mbit/s liegt in der Oberpfalz mit rund 92 Prozent knapp unter dem bayernweiten Schnitt mit 93 Prozent. Den größten Zuwachs hat es mit einem Plus von 14,5 Prozentpunkten gegenüber 2017 in ländlichen Regionen bei der Versorgung mit 50 Mbit/s gegeben. Die Kombination aus kommunalem Engagement und gezielten Förderprogrammen zeigt Wirkung. Ländliche Regionen im Freistaat sind deutlich besser versorgt als im Rest Deutschlands. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Als Basis für eine erfolgreiche digitale Transformation brauchen wir den Quantensprung von Kupfer zu Glasfaser und von LTE zu 5G – und das für alle überall“, kommentiert Johannes Helmberger, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberpfalz.

Bei der Versorgung von bis zu 100 Mbit/s sieht die vbw in der Oberpfalz jedoch noch Nachholbedarf. Auch die Versorgung mit Glasfaser müsse noch weiter gesteigert werden. „In beiden Bereichen liegt die Oberpfalz unter dem bayerischen Durchschnitt. Lediglich 57 Prozent (Bayern: 67 Prozent) unserer Haushalte haben Zugriff auf ein bis zu 100 Mbit/s schnelles Internet und nur neun Prozent (Bayern: 11,6 Prozent) der Endkunden haben einen Glasfaseranschluss. Doch auch hier schreiten wir in der Oberpfalz mit großen Schritten voran: Im Zuge des bayerischen Förderverfahrens werden aktuell 6.300 Kilometer Glasfaser in unserer Region neu verlegt und so rund 12.000 Haushalte ans Glasfasernetz neu angeschlossen. Insgesamt werden 108.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt. Ohne die Förderpolitik der bayerischen Staatsregierung jedoch würde sich die Lücke immer weiter öffnen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Betreibergesellschaften weiter investieren und Kommunen die Förderung nutzen und den Ausbau positiv begleiten“, betont Helmberger.

Nach Ansicht der vbw wurden im Freistaat die Weichen richtiggestellt. „Hier müssen wir weiter vorankommen – und zwar in möglichst schnellem Tempo. Wir müssen das Mastenförderprogramm besser nutzen, die Netzbetreiber bei der Suche nach Funkstandorten unterstützen und den Ausbau der leitungsgebundenen Netze engagiert vorantreiben. Dabei sind auch die Kommunen gefordert, beispielsweise durch Erleichterungen im Planungs- und Baurecht. Nur wenn wir beim Ausbau der digitalen Netze auf dem Gaspedal bleiben, können wir die starke Stellung unseres Wirtschaftsstandortes erhalten“, so Helmberger.


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