Letzte Aktualisierung: 29. November 2019

Pressemitteilung

Arbeitsmarkt im Freistaat vor schwierigen Monaten / Brossardt: „Bayern muss Automobil-Leitregion bleiben“

29.11.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht schwierige Monate auf den Arbeitsmarkt zukommen. „Die Quote von 2,7 Prozent ist weiterhin gut, aber der Abbau der Arbeitslosigkeit ist zum Stillstand gekommen. Seit Juli dieses Jahres liegt die Arbeitslosenzahl über dem Vorjahresniveau. Die gesamte bayerische Wirtschaft befindet sich im Abschwung, die Industrie steckt in einer echten Rezession. Für 2019 haben wir deshalb die zu Jahresbeginn abgegebene Bayern-BIP-Prognose von 1,5 Prozent auf 0,7 Prozent gesenkt“, kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die heute bekanntgegebenen Arbeitsmarktdaten der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

„Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt erhöht sich von Monat zu Monat. Die Zahl derer, die nach einer Beschäftigung neu arbeitslos geworden sind (SGB III), wächst beständig. Im November waren das rund 9.100 Personen (+8,8 Prozent). Das macht uns Sorge. Diese Entwicklung deckt sich mit den Berichten unserer Industrieunternehmen: Arbeitszeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird zurückgefahren, die Kurzarbeitsanzeigen steigen an. In einigen Unternehmen hat der Stellenabbau begonnen“, so Brossardt weiter.

Vor diesem Hintergrund fordert die vbw von der Bundesregierung, nicht weiter auf die Ausweitung des Sozialstaats zu setzen. „Statt Umverteilung gilt es, ein Wachstumsprogramm zu initiieren, um im internationalen Vergleich wieder an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Zum Beispiel, indem die Unternehmenssteuerlast gesenkt wird. Wir brauchen auch Impulse für Investitionen, zum Beispiel in die digitale Infrastruktur durch eine degressive Abschreibung“, sagte Brossardt. Nach seinen Worten wird es zentrale Aufgabe sein, die Stellung Bayerns als globale Leitregion des Automobils weiter zu erhalten. „Die Automobilindustrie steht für nicht weniger als 30 Prozent der industriellen Wertschöpfung des Freistaats und eine große Zahl an Arbeitsplätzen. Die Vereinbarungen im Rahmen des Automobilforums, an dem die bayerischen Arbeitgeberverbände maßgeblich mitwirken, sind zielgerichtet und sehr zu begrüßen“, sagte Brossardt.


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