Letzte Aktualisierung: 03. Januar 2017

Pressemitteilung

Arbeitsmarkt auch im Dezember mit bemerkenswerter Performance / Brossardt: „2017 bleibt Bayern Jobmotor, aber ohne neue Rekorde“

03.01.2017 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt war 2016 einmal mehr ein Leuchtturm für ganz Deutschland. In nahezu allen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt ist die Erwerbslosigkeit in Bayern deutlich gesunken und damit bundesweit vorbildlich. Auch die Performance im Dezember war bemerkenswert. Trotz des saisonüblichen leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit zum Jahresende ist der Arbeitsmarkt in Bayern mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weiterhin in hervorragender Verfassung“, erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich der heute vorgestellten Dezember-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Die vbw warnt aber davor, sich durch die positive Beschäftigungsentwicklung zur Sorglosigkeit verführen zu lassen. „Im Inland sind die Unternehmen mit Investitionen sehr zurückhaltend. Das ist ein Warnsignal. Außerdem gibt es weiter erhebliche Unsicherheiten durch die geopolitischen Krisen. Wir rechnen 2017 mit einem Wachstum des Brutto-Inlandsprodukts in Bayern von 1,7 Prozent. Damit liegt der Freistaat erneut über dem Wachstum Deutschlands von voraussichtlich 1,4 Prozent, aber unter dem zu erwartenden bayerischen Wachstum von 2,5 Prozent für 2016“, sagte Brossardt. Die vbw geht daher für 2017 weiter von einer robusten Arbeitsmarktlage aus, voraussichtlich aber ohne neue Rekorde bei der Arbeitslosenquote.

Sorgen bereitet der vbw insbesondere, dass die Arbeitslosigkeit bei Ausländern steigt, weil vermehrt Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt kommen. „In den nächsten Monaten wird daher verstärkt die Aufgabe auf uns zukommen, diese in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die vbw hat hierfür ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet und 6,7 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereitgestellt“, so Brossardt.

Die vbw fordert, für die schwierigere Lage in 2017 die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen und den Standort Deutschland zukunftssicher zu machen. „Das heißt: keine Erhöhung der Lohnzusatzkosten, ausschließlich produktivitätsorientierte Lohnsteigerungen und mehr Flexibilität für die Unternehmen. Insbesondere das deutsche Arbeitszeitrecht passt nicht mehr zur heutigen Arbeitsrealität. Die Unternehmen brauchen keine Einheitslösungen, sondern individuelle, passgenaue Modelle und einen gesetzlichen Rahmen, der Bewegungsfreiheit ermöglicht. Keinesfalls darf es weitere falsche arbeitsmarktpolitische Weichenstellungen geben wie zum Beispiel einen Anspruch auf befristete Teilzeit für alle. Die Politik muss alles unterlassen, was Arbeit verteuert und den Unternehmen Flexibilität raubt“, sagte Brossardt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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