Letzte Aktualisierung: 30. November 2017

Pressemitteilung

Bayerns Arbeitsmarkt ist Magnet für Unternehmen und Arbeitnehmer / Brossardt appelliert an Politik und Tarifparteien, nicht zu überdrehen

30.11.2017 - München

Anlässlich der heute vorgestellten Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit für November zeigt sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erfreut über die hervorragende Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt: „Eine Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent ist Ausdruck der starken Stellung der bayerischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Allein in den letzten fünf Jahren sind über 600.000 neue sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Bayern geschaffen worden. Bayern ist mit dem Rekordwert von über 5,5 Millionensozialversicherungspflichtigen Jobs ein Magnet für Unternehmen und Arbeitnehmer“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In weiten Teilen Bayerns herrscht bei einer Arbeitslosenquote von unter drei Prozent praktisch Voll-
beschäftigung
. Nach Brossardts Worten haben alle Beschäftigungsgruppen beste Chancen: „Die extrem niedrige Jugendarbeitslosigkeit zeigt das hohe Ausbildungsengagement unserer Unternehmen. Und auch bei den Langzeitarbeitslosen gibt es Bewegung. Die Zahl liegt um über 6.000 niedriger als vor einem Jahr.“

Die vbw rief dazu auf, die erfreuliche wirtschaftliche Lage jetzt für Investitionen in die Zukunft zu nutzen. „Die künftige Bundesregierung muss dazu die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Sie muss die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts stärken und wieder mehr Wirtschaft wagen. Ein irriger Weg ist es dagegen, die Idee der Bürgerversicherung wiederzubeleben. Diese würde die Lohnzusatzkosten um bis zu 57 Prozent steigen lassen. Genauso falsch sind Überlegungen, ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teil- auf Vollzeit für alle einzuführen“, sagte Brossardt.

Einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Arbeitsmarktlage müssen nach den Worten des Haupt-
geschäftsführers die Tarifparteien leisten. Brossardt appellierte insbesondere an die IG Metall, in der laufenden Tarifrunde nicht zu überdrehen: „Die Forderung der IG Metall von sechs Prozent mehr Lohn und dem Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche mit Rückkehrrecht in Vollzeit bei teilweisem Teillohnausgleich sind in der Höhe unvernünftig und in den Strukturen realitätsfern. Würden die Arbeitszeitverkürzungen in Anspruch genommen, würde sich das insgesamt auf mehr als 33.000 Vollzeitarbeitsplätze in Bayern summieren. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels verheerend."


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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