Letzte Aktualisierung: 03. Januar 2018

Pressemitteilung

95,6 Prozent der in Bayern ansässigen Unternehmen würden sich wieder im Freistaat ansiedeln / Brossardt: „Handlungsbedarf bei Bürokratieaufwand, Verfügbarkeit von Fach-kräften und im Bereich Cyber-Crime“

03.01.2018 - München

Die Unternehmen in Bayern bestätigen dem Freistaat eine sehr gute Standortqualität – in einigen Feldern sehen sie aber Handlungsbedarf. Das geht aus einer aktuellen Standortstudie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervor, für die rund 1.000 Unternehmen im Freistaat befragt wurden.
„95,6 Prozent der hier ansässigen Unternehmen würden sich unserer Befragung nach wieder im Freistaat ansiedeln. Das ist ein hervorragendes Ergebnis. Damit bleibt die Standortloyalität der bayerischen Unternehmen im Vergleich zur Vorjahreserhebung auf einem konstant hohen Niveau“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Besonders positiv bewerten die Firmen die Versorgung mit Strom (Schulnote 1,9) und Rohstoffen (Note 2,2), die Leistungsfähigkeit lokaler Kooperationsun-ternehmen und -institute (Note 2,2) sowie die Güte der Wissens- und Bildungsinfrastruktur (Note 2,2). Den größten Verbesserungsbedarf sehen die Firmen beim Abbau der Bürokratie, zum Beispiel bei Mindestlohn und Arbeitsschutz (Note 3,8), in der Verfügbarkeit von Fachkräften sowie im Schutz vor Online-Kriminalität und Cyber-Crime (Note 3,8). Auch die derzeitige Ausgestaltung des Steuersystems (Note 3,7) besteht als Dauerbaustelle fort.

Nach einzelnen Maßnahmen gefragt, erwarten 86,3 Prozent von der Politik eine Fortführung der Breit-
bandinitiative. 85,7 Prozent wünschen sich eine Intensivierung der Forschung zur IT-Sicherheit und 84,9 Prozent konkrete Hilfestellungen für Unternehmen bei der Abwehr von Cyber-Gefahren. „Die Themen Digitalisierung und digitale Sicherheit sind von großer Bedeutung und werden es auch in den nächsten Jahren bleiben. Eine breite Mehrheit der Unternehmen wünscht sich zudem beim Ausbau der Infrastruktur insgesamt weitere staatliche Aktivitäten“, so Brossardt. Darüber hinaus wünschen sich 84,9 Prozent, dass Antragsverfahren erleichtert werden und 84,8 Prozent fordern Vereinfachungen im Steuersystem.

„Die seit Jahren sehr hohen Zufriedenheits- und Loyalitätswerte sprechen für sich. Dieses gute Ergebnis muss aber Tag für Tag neu erarbeitet werden, ins-besondere auch durch den Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften bieten muss“, so Brossardt.

Seit 2013 lässt die vbw regelmäßig für ihre Studie „Standort Bayern – Unter-nehmerperspektiven“ Firmenvertreter zu wichtigen Standortfaktoren befragen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Zufriedenheit mit dem Wirtschafts-standort Bayern und zeigen den Handlungsbedarf in den einzelnen Bereichen auf.


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Tobias Kochta

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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