Letzte Aktualisierung: 04. November 2016

Pressemitteilung

38. Bayerisches Wirtschaftsgespräch mit Greg Hands, Minister of State for International Trade & Investment, Vereinigtes Königreich Brossardt: „Folgen des Brexit hängen vom künftigen Status Großbritanniens ab“

04.11.2016 - München

Greg Hands war Gast des 38. Bayerischen Wirt-schaftsgesprächs der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Hands ist seit Juli dieses Jahres Minister of State im Außenhandelsministerium in London und für die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und den EU-Ländern zuständig – und damit auch für die Abwicklung des „Brexit“.

Das Ausmaß der Folgen des Brexit hängt maßgeblich vom künftigen Status Großbritanniens ab. Die vbw fordert, die wirtschaftlichen Folgen des Brexit so weit wie möglich zu begrenzen und die Integration Großbritanniens in die EU zu erhalten. „Auf der anderen Seite muss aber auch klar sein, dass sich Großbritannien nicht nur die Rosinen herauspicken kann. Die Gefahr, dass andere Länder dann dem Beispiel Großbritanniens folgen wollen, ist zu groß“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in seiner Begrüßung.

Neben den direkten ökonomischen Auswirkungen sieht die vbw auch das Problem, dass Deutschland durch den Brexit einen wichtigen Partner für eine marktwirtschaftliche Grundordnung der EU verliert.

Die vbw setzt darauf, dass Bayern und Großbritannien wie in der Vergangenheit eng verflochten bleiben. „Großbritannien ist mit 8,6 Prozent der Ausfuhren der zweitgrößte Exportmarkt Bayerns hinter den USA. Es gilt daher, die guten wirtschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten“, so Brossardt.

Die vbw fordert die EU auf, aus dem Referendum Lehren zu ziehen: „Die EU muss wieder streng nach dem Subsidiaritätsprinzip handeln. Statt neue Vor-schriften im Bereich Arbeit und Soziales zu erlassen, brauchen wir beispielsweise in der Flüchtlingspolitik ein gemeinsames europäisches Handeln. Das Anliegen Großbritanniens, schärfere Bedingungen bei der Gewährung von Sozialleistungen für eingewanderte EU-Bürger festzulegen, war absolut berechtigt. Arbeitnehmerfreizügigkeit darf nicht gleichbedeutend sein mit einer ungeregelten Migration in die Sozialsysteme“, sagte Brossardt.


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