Letzte Aktualisierung: 15. November 2016

Pressemitteilung

32. Forum für Zukunftsfragen zur Zukunft der Alterssicherung / Fieber: „Beitragssätze müssen stabil gehalten werden“

14.11.2016 - Würzburg

Die Zukunft der Alterssicherung stand im Mittelpunkt des 32. Forums für Zukunftsfragen der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Unterfranken. Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, betonte in seinem Grußwort, dass eine gute wirtschaftliche Entwicklung die Voraussetzung für eine sichere Altersversorgung sei: „Diese führt zu einer höheren Beschäftigung, höheren Löhnen und einem höheren Beitragsaufkommen. Eine stabile Entwicklung der Wirtschaft ermöglicht dem Einzelnen eine durchgehende Erwerbsbiografie und schafft so den Spielraum für private Vorsorge. Bei allen Reformvorhaben der Bundesregierung muss deshalb gelten: Die Beitragssätze müssen stabil gehalten werden, damit der Faktor Arbeit in Deutschland nicht noch weiter belastet wird. Anderenfalls wirkt sich das auch negativ auf den Beschäftigungsaufbau aus.“

Die gesetzliche Rente bleibt aus Sicht der vbw die zentrale, aber nicht die einzige Säule. Sie muss mit privater Vorsorge und betrieblicher Altersversorgung intelligent ergänzt werden. „Die Politik ist gefragt, Anreize zu schaffen, damit sich noch mehr Unternehmen dazu entschließen, eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Zwang zur bAV ist hingegen der falsche Weg“, so Fieber.

Dr. Reinhold Thiede von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) sprach in seinem Vortrag über die Herausforderungen und Chancen der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese sei aktuell sowohl hinsichtlich ihrer Finanzsituation als auch im Hinblick auf ihre Leistungen gut aufgestellt. „Die gute aktuelle Situation ermöglicht es, losgelöst von kurzfristigem Krisenmanagement über eine sachgerechte langfristige Weiterentwicklung der Alterssicherung nachzudenken.“

Dr. Susanna Kochskämper, Expertin für Soziale Sicherung am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), stellte eine Prognose darüber, wie lange wir in Zukunft arbeiten werden müssen: „Stabilität für die gesetzliche Rentenversicherung kann erreicht werden, wenn wir in Zukunft länger arbeiten. Deshalb sollten wir schon heute darüber nachdenken, die Regelaltersgrenze auch nach 2030 weiter zu erhöhen. Einige unserer europäischen Nachbarn koppeln die Regelaltersgrenze an die steigende Lebenserwartung. Das wäre auch für Deutschland ein möglicher Weg.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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