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    Letzte Aktualisierung: 03. April 2013

    Pressemitteilung

    OECD-Bericht: Bildungsausgaben weiter steigern / Brossardt: „Durch bessere Finanzierung des Bildungssystems, die Chancen auf sozialen Aufstieg verbessern“

    11.09.2012 - München

    Der aktuelle OECD-Bildungsbericht zeigt, Bildung in Deutschland ist auf einem guten Weg. Nach dem Pisa-Schock wurden vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung des Bildungssystems angestoßen. Dies führt dazu, dass die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss deutlich zurückgegangen ist und auch die Studienanfängerquote einen neuen Höchststand erreicht hat.

    „Auch wenn die Bildungsausgaben in Deutschland leicht gestiegen sind, liegen sie noch immer im internationalen Vergleich unter OECD-Durchschnitt. In Deutschland geben wir nur 5,3 Prozent des BIP für Bildung aus. Im OECD-Durchschnitt sind es 6,2 Prozent. Das ist für eine Volkswirtschaft, deren Wachstum und Innovationsstärke auf technischem Fortschritt basiert, zu wenig. Das Bildungssystem muss endlich ausreichend finanziert werden, damit jedes Talent optimal gefördert werden kann“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zu den Ergebnissen des OECD-Berichts 2012.

    Der OECD-Bericht zeigt, dass 22 Prozent der jungen Menschen in Deutschland nicht das Bildungsniveau ihrer Eltern erreichen. Nur 20 Prozent der Jüngeren schaffen einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern ihn besitzen. Im Schnitt der anderen wichtigen Industriestaaten sind dies dagegen 37 Prozent. 13 Prozent fallen unter das Bildungsniveau ihrer Eltern zurück.

    Deshalb fordert die vbw weitere Anstrengungen, um das Bildungssystem weiter zu optimieren und im internationalen Vergleich noch leistungsfähiger zu machen.

    • Ausbau der rhythmisierten Ganztagsschule: Aus Sicht der vbw muss der starre 45-Minuten Lernrhythmus zugunsten eines schülerorientierten Rhythmus aufgehoben werden. Übungs- und Vertiefungseinheiten und Phasen der Entspannung müssen flexibler über den ganzen Tag gestaltet werden.
    • Individuelle Förderung: Aus Sicht der vbw muss im Unterricht auf Schwächen und Begabungen jedes einzelnen Schülers eingegangen werden – kein Talent darf verloren gehen.
    • Stärkung der Eigenverantwortung von Schulen: Aus Sicht der vbw leistet die Eigenverantwortung der Schulen einen Beitrag zur Steigerung der Bildungsqualität.
    • Weiterer Ausbau der dualen Studiengänge: Aus Sicht der vbw muss das Angebot weiter ausgebaut werden.



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    Ansprechpartner

    Katja Schlendorf-Elsäßer

    Geschäftsführerin ibw

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