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    Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

    Pressemitteilung

    Aktualisierung der Studie „Arbeitslandschaft 2030“ bestätigt strukturellen Fachkräftemangel / Brossardt: „Dadurch könnte sich das BIP-Wachstum fast halbieren“

    29.09.2011 - München

    (München, 29.09.2011). Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat auf ihrem Kongress „Fachkräftesicherung 2030 – Potenziale optimal nutzen“ ein Update ihrer Studie „Arbeitslandschaft 2030“ vorgestellt. „Unsere Prognose von 2008 – drei Millionen fehlende Fachkräfte in Deutschland bis 2015 – ist weiter aktuell, und zwar unabhängig von Konjunkturzyklen. Wir haben es nicht mit einem konjunkturellen, sondern mit einem strukturellen Wandel zu tun“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Wesentlich beeinflusst wird laut Brossardt der Fachkräftebedarf durch den demografischen Wandel und durch den Trend zu hybriden Unternehmen. Besonders stark wird sich der Fachkräftemangel bei den Hochqualifizierten auswirken. „Bereits 2015 wird deutschlandweit rund eine Million Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss fehlen, außerdem 1,3 Millionen Personen mit einem Berufsabschluss.“ 2015 können laut Studie 17 Prozent der angebotenen Stellen für Ingenieure nicht besetzt werden. In einer alternden Bevölkerung wird zudem der Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen wachsen.

    Die Studie prognostiziert durch den Fachkräftemangel einen Wohlstandsverlust von 3,8 Billionen Euro in den nächsten 20 Jahren. „Dies würde sich auch massiv auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auswirken. Legt man – konservativ betrachtet – ein BIP-Wachstum von durchschnittlich einem Prozent pro Jahr zugrunde, würde durch die beschriebene Entwicklung das BIP-Wachstum auf nur noch 0,6 Prozent jährlich fast halbiert“, so Brossardt.

    Bayern ist vom Fachkräftemangel besonders betroffen: Allein im Freistaat werden bis 2015 520.000 Fachkräfte fehlen, darunter etwa 25.000 Ingenieure und Naturwissenschaftler. In drei Punkten unterscheidet sich Bayern vom Rest Deutschlands: Die Bevölkerungszahl Bayerns bleibt aufgrund Zuzugs, vor allem aus anderen Bundesländern, bis 2030 konstant bei rund 12,5 Millionen. Gleichzeitig vollzieht sich der Wandel zur Wissensgesellschaft hier besonders schnell. Der drohende Arbeitskräftemangel wird in Bayern – anders als im Rest der Republik – fast ausschließlich in den Bereichen der Hochschulabsolventen sowie der Lehr- und Meisterausbildungen auftreten.

    „Wir haben daher fünf Handlungsfelder definiert. Es gilt, die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen durch eine intensivierte Arbeitsvermittlung zu verbessern und die Erwerbsbeteiligung insgesamt, vor allem von Frauen, zu erhöhen. Unabdingbar ist drittens eine Verlängerung der Arbeitszeit. Wir brauchen viertens eine breit angelegte Bildungsoffensive. Und schließlich ist die gezielte Zuwanderung ein wichtiger Baustein unseres Konzepts. In jedem Handlungsfeld haben wir spezielle Programme gestartet“, sagte Brossardt.


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