Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2021

Pressemitteilung

vbw warnt vor Einschränkung von befristeten Arbeitsverhältnissen / Brossardt: „Höchstarbeitszeit von zehn Stunden nicht mehr zeitgemäß“

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 Stefanie Eizenberger
Stefanie Eizenberger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. warnt vor einer geplanten Beschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse.Viele Unternehmen stehen durch die Corona-Pandemie mit dem Rücken zur Wand. Sie brauchen Flexibilisierungen und Entlastungen von Bürokratie und Kosten, aber keine neuen Belastungen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einem OnlineKongress „Moderne Arbeitsformen – Modernes Arbeitsrecht“ der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, an dem unter anderem Politiker aus der Region teilnahmen.

Befristete Arbeitsverhältnisse leisten nach Brossardts Worten einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität der Gesamtwirtschaft und bauen Einstellungshürden ab. „Außerdem erhöhen Befristungen Jobchancen. Sie ermöglichen es Unternehmen, Menschen auch bei unsicherer Auftragslage einzustellen“, sagte Brossardt.

Zuletzt haben die infolge der Corona-Pandemie notwendigen Kontaktreduzierungen einen Schub in der digitalen Zusammenarbeit mit sich gebracht. Brossardt: „Das ermöglicht es, die Arbeitsleistung zeitlich flexibel, an verschiedenen Orten und in wechselnden Teams zu erbringen. Die gesetzlichen Grundlagen sind dafür aber nicht mehr adäquat. So passt beispielsweise die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden nicht mehr in die neue Realität. Wir brauchen stattdessen eine wochenbezogene Betrachtung – und daher eine Reform des Arbeitszeitgesetzes.“

Die vbw fordert, Mitbestimmungsverfahren effizienter zu gestalten, vor allem bei Arbeitszeitänderungen. Wenn etwa die veränderte Lage der Arbeits­zeit den Wünschen der Mitarbeiter entspricht, sieht die vbw keine Notwendigkeit für eine Mitbe­stimmung durch den Betriebsrat. Die Verschärfungen durch das „Betriebsrätestärkungsgesetzes“ lehnt die vbw ab. „In Krisenzeiten sind neue Belastungen indiskutabel“, schloss Brossardt.