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Letzte Aktualisierung: 09. September 2021

Pressemitteilung

vbw fordert Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge Brossardt: „Rentenpolitik darf sich nicht mehr einseitig auf Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Rentenversicherung fokussieren“

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 Thomas Hansbauer
Thomas Hansbauer
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. drängt auf eine Weiterentwicklung der Altersvorsorge zu einem Vorsorgemix aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Alterssicherung. Die vbw führt an, dass die Rentenpolitik der letzten Jahre einseitig den Fokus auf die gesetzliche Rentenversicherung gelegt hat und zahlreiche Leistungsausweitungen auf den Weg gebracht wurden, deren künftige Finanzierung nicht gesichert ist.

Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer, sagte auf dem vbw OnlineKongress „Kapitalgedeckte Altersvorsoge stärken“ dazu: „Es ist zwingend nötig, das umlagefinanzierte System der gesetzlichen Rentenversicherung durch kapitalgedeckte Altersvorsorgebausteine zu ergänzen. Anders lässt sich vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklungen keine generationengerechte Finanzierung und verlässliche Absicherung im Alter organisieren. In der nächsten Legislaturperiode müssen daher die private und betriebliche Altersvorsorge als kapitalgedeckte Bausteine weiterentwickelt werden.“

In einem ersten Schritt gilt es, dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld Rechnung zu tragen. Brossardt führt aus: „Sowohl die private, als auch die betriebliche Altersvorsorge leiden unter dem Niedrigzinsumfeld. Beitragsgarantien müssen deshalb überdacht werden. Sie beschränken die Anlagespielräume und verhindern so, dass Renditechancen der Kapitalmärkte genutzt werden können.“

Die vbw betont: Für die Stärkung der privaten Altersvorsorge benötigt auch die Riester-Rente einen Neustart. Brossardt: „Die dringend benötigten Reformen der Riester-Rente sind in der letzten Legislaturperiode unterblieben. Dabei unterstützt die Riester-Förderung gerade Geringverdiener und Beschäftigte mit Kindern gezielt bei der Altersvorsorge. Wir müssen deshalb die Zulagenförderung künftig dynamisch an die Lohn- und Gehaltsentwicklung anpassen, außerdem muss Riester für alle Erwerbstätigen geöffnet werden.“

Zentraler Punkt der Altersvorsorge ist für die vbw zudem die Schaffung von Wohneigentum. Brossardt: „Wir müssen hierfür ein Zukunftspaket schnüren. Käufer von selbstgenutztem Wohneigentum müssen durch neue Abschreibungsmöglichkeiten und geringere Kaufnebenkosten entlastet werden. Wichtig ist auch, dass wir die Steuer- und Abgabenbelastung senken, damit jeder Einzelne mehr Spielräume hat, mit seinem Einkommen Vorsorge zu betreiben.“