Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 24. September 2021

Pressemitteilung

vbw fordert Entfesselung der Wirtschaft nach der Bundestagswahl / Kaeser: „Selbst mit anpacken und eingerostete Strukturen hinterfragen“

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 Stefanie Eizenberger
Stefanie Eizenberger
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Auf ihrem 13. Arbeitgeberforum Oberfranken befasst sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit einem konstruktiven Blick auf die Zukunft. Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, betonte, wie wichtig Entwicklungsspielraum gerade jetzt für die bayerische Wirtschaft ist: „Um die Krise zu meistern, dürfen wir nicht resignieren, sondern müssen selbst mit anpacken und eingerostete Strukturen hinterfragen. Was wir von der neuen Regierung brauchen, ist ein Entfesselungsprogramm für die Wirtschaft. Darum geben wir ihr für die ersten 100 Tage mit unserem Deutschlandplan 2025 zehn konkrete Forderungen an die Hand.“

Denn gerade angesichts der aktuellen Coronakrise kann Wachstum laut der vbw nur gelingen, wenn die bayerischen Unternehmen handlungsfähig bleiben. Neben der Deckelung der Unternehmenssteuer bei 25 Prozent, der Abschaffung des Solidaritätsbeitrages und der Stabilisierung des Gesamtbeitragssatzes der Sozialversicherung bei 40 Prozent ist darum auch die Arbeitszeitflexibilisierung einer der zehn Punkte, an denen die neue Regierung laut vbw ansetzen muss. „Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Staat. Nur wenn unsere Unternehmen sich entfalten können, bleiben sie international konkurrenzfähig“, so Kaeser.

Laut vbw ist es umso wichtiger, bei Digitalisierung und Klimaschutz auf Technologieoffenheit und Innovation zu setzen. Dafür muss der Staat Investitionen durch Sofort- und Sonderabschreibungen für Digitalisierung und Klimaschutz ermöglichen. Bürokratieabbau ist dabei unerlässlich: „Wir brauchen kurze Wege, schnelle Prozesse und die Einführung der ‚One-in-two-out‘ Regel. Für jedes neue Gesetz müssen zwei alte Regelungen weg.“ Zudem fordert die vbw eine Senkung der Strompreise. Kaeser erklärt: „Die meisten klimafreundlichen Technologien sind strombasiert. Wollen wir Klimaschutz, müssen wir also die Preise senken, indem wir die EEG-Umlage abschaffen und die Stromsteuer auf 0,1 Cent/KWh reduzieren.“

Kaeser fasst zusammen: „Wir brauchen einen klaren Blick in die Zukunft, der offen ist für Entwicklung. Das gilt genauso für den Journalismus. Ständig destruktive Berichterstattung trübt langfristig auch die Stimmung in der Wirtschaft.“ Hier knüpfte die Gastrednerin Prof. Dr. Maren Urner mit ihrem Vortrag "Schluss mit Weltuntergang: Wie uns eine konstruktive(re) Weltsicht gelingt" an. Urner ist Neurowissenschaftlerin, Autorin und Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Sie hat 2016 das Online-Magazin Perspective Daily mitbegründet und steht für konstruktiven, lösungsorientierten Journalismus.