Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 05. Januar 2021

Pressemitteilung

vbw erwartet schwieriges Jahr mit wieder mehr Arbeitslosen und Kurzarbeit / Brossardt: „Lockdown in Dezemberzahlen noch nicht eingepreist“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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„Die Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent und der nur ganz leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit in absoluten Zahlen in Bayern ist angesichts der Corona-Pandemie noch erfreulich. Die Zahlen spiegeln die reale Lage aber nicht wider. Der Lockdown, der in der zweiten Dezemberhälfte seine volle Wirkung entfaltet hat, ist nicht eingepreist. In den besonders betroffenen Branchen wird dies über kurz oder lang auch auf die Arbeitslosenzahlen durchschlagen.“ So fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Zahlen vom bayerischen Arbeitsmarkt im Dezember zusammen.

„Die Corona-Krise hat zu einer tiefen Rezession in der bayerischen Wirtschaft geführt. Der Teil-Lockdown im November sowie die verschärften Einschränkungen über die Weihnachtszeit haben die Konjunktur zusätzlich gebremst. Die Wirtschaft startet geschwächt in das neue Jahr. Nach einem Rückgang von 6,5 Prozent im Jahr 2020 prognostiziert die vbw für 2021 ein Wachstum des bayerischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um drei Prozent. Damit wird das Vorkrisenniveau zum Jahresende 2021 noch nicht wieder erreicht“, sagte Brossardt weiter.

Die vbw begrüßt die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie die Unterstützungsleistungen des Staates für die Unternehmen. Brossardt: „Das hilft. Vor allem die Verlängerung der Kurzarbeit-Sonderregelung bis Ende 2021 bringt den Unternehmen Planungssicherheit und Liquidität. Die angekündigten Hilfen verschaffen vor allem der Gastronomie und dem Hotelgewerbe die notwendige Zeit, den Lockdown zu überstehen. Die Hilfen müssen nun aber rasch fließen.“ Die vbw begrüßt auch die geplante nochmalige Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Ende Januar. Brossardt: „Das verschafft den Unternehmen Zeit, sich weiter zu reorganisieren. Viele im Grunde gesunde Unternehmen sind durch den neuen Lockdown in ihrer Tätigkeit eingeschränkt oder warten weiterhin auf öffentliche Hilfen. In diesen Fällen besteht Hoffnung auf Sanierung des Unternehmens.“

Die vbw fordert, angesichts der angespannten Lage alles zu unterlassen, was die Unternehmen belastet. „Es darf auf keinen Fall neue Bürokratie aufgebaut werden. Bei der Diskussion um Home Office muss mit Bedacht vorgegangen werden. Einen gesetzlichen Anspruch darf es nicht geben. Die betrieblichen Notwendigkeiten müssen umfassend Berücksichtigung finden“, so Brossardt.