Die bayerische Wirtschaft

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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Weitere Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Unterfranken / Fieber: „Handlungsbedarf besteht bei 5G und Glasfaser“

Der Freistaat Bayern und die Region Unterfranken haben in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau digitaler Netze investiert. Zeitgleich hat die Corona-Krise der Digitalisierung einen Schub verliehen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Im Regierungsbezirk Unterfranken können überdurchschnittlich viele Haushalte schnelles Internet nutzen. Knapp 97 Prozent haben einen 30 Mbit/s Anschluss zur Verfügung. Und fast 95 Prozent der Haushalte können sogar auf einen Anschluss mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zurückgreifen. Jedoch liegt der Zuwachs im ländlichen Raum in Unterfranken mit 2,8 Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt. Gleichzeitig steht mit insgesamt 93,5 Prozent mehr Haushalten im ländlichen Raum eine Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s zur Verfügung als im bayernweiten Durchschnitt. Insgesamt konnte Unterfranken seinen Vorsprung im digitalen Versorgungsgrad ausbauen“, sagt Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken und ergänzt: „Diese Entwicklung ist insbesondere auch dem Engagement der unterfränkischen Kommunen zu verdanken: Aktuell haben 304 von insgesamt 308 Gemeinden Anträge zum Breitband-Förderprogramm der bayerischen Landesregierung eingereicht oder sind bereits gefördert worden.“

Sebastian Hauck, Bürgermeister des Marktes Werneck sagte: „Der weitere Ausbau der digitalen Infrastruktur ist für den ländlichen Raum von elementarer Bedeutung. Trotz der zahlreichen staatlichen Förderungsmöglichkeiten gibt es immer noch unterversorgte Regionen. Für den Markt Werneck als Gesundheitsstandort mit vielen kleinen und mittelständischen Betrieben ist eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur ein unverzichtbarer Standortfaktor, um nicht von den Städten und Ballungszentren in der Entwicklung abgehängt zu werden.“

Die beachtlichen Fortschritte beim Netzausbau sind den Unternehmen in der Krise zugutegekommen. Denn während des Lockdowns haben die Netze dem gestiegenen Bedarf deutlich besser standgehalten als von vielen erwartet. „Diese rasante Entwicklung gelingt nur dank der Kombination von kommunalem Engagement, gezielten Förderprogrammen und technischem Fortschritt. Diesen Schwung müssen wir nutzen, um spätestens 2025 eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G zu erreichen. Der zügige Ausbau ist für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts essenziell“, so Fieber. In Unterfranken waren Ende 2019 erst 7 Prozent der Haushalte an Glasfaser angeschlossen.

Der Geschäftsführende Vorstand des unterfränkischen Energieversorgungsunternehmens ÜZ Mainfranken, Dr. Jochen Starke, ergänzt: „Die ÜZ Mainfranken tut seit Jahren alles, um den Glasfaserausbau in der Region voranzutreiben. Das Gigabit-Förderprogramm ermöglicht jetzt den Kommunen, die Glasfaserversorgung in nahezu alle Haushalte und Gewerbe zu bringen. Dies ist ein wichtiger Baustein, um bestehende Standortvorteile zu sichern. Daher unterstützen wir hierbei als starker Partner nach Kräften.“
Beim Thema Mobilfunk geben 96 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2018 waren es noch 86 Prozent. „Die Mobilfunkversorgung in Unterfranken ist insgesamt gesehen gut. Gerade die Versorgung der ICE-Strecken und der Autobahnen hat sich spürbar verbessert. Es gibt aber immer noch Funklöcher auf den unterfränkischen Verkehrswegen, gerade auf den Bundesstraßen, die es zu schließen gilt. Wir appellieren an die Gemeinden, deshalb das jüngste bayerische Gigabit-Förderprogramm aktiv zu nutzen. Denn es lohnt sich: Dank des bayerischen Breitbandförderprogramms werden aktuell 4.000 km Glasfaser in Unterfranken neu verlegt und so rund 8.400 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen.

Insgesamt werden über 104.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt“, sagt Fieber.