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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Integration von Geflüchteten ist kein Sprint, sondern ein lohnender Marathon

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 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat auf ihrem Online-Kongress „Gelungene Integration – Bürokratie und Arbeitsmarkt“ die erzielten Erfolge bei der Integration von Geflüchteten in den bayerischen Arbeitsmarkt betont. „Andere haben geredet, bei uns in Bayern wurde schnell und entschlossen gehandelt. Durch die bereits im Oktober 2015 gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung gestartete Initiative ‚IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit‘ konnten wir bis Ende 2019 über 283.000 geflüchtete Menschen in eine Ausbildung, ein Praktikum oder eine Beschäftigung vermitteln. Mehr als 116.000 von ihnen haben eine Arbeitsstelle gefunden. Das ist fast doppelt so viel wie unser vereinbartes Ziel von 60.000“, berichtete vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sorgen laut vbw für neue Hürden. So finden Geflüchtete häufig Beschäftigung in Branchen, die vor allem von der Pandemie betroffen sind, wie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Hinzu kommen ausfallende Sprachkurse und eingeschränkte Betreuungsmöglichkeiten durch die Unterstützungsnetzwerke für Geflüchtete. „Viele Unternehmen wollen ihr großes Engagement trotz der erschwerten Bedingungen fortsetzen. Wir brauchen öffentlich geförderte Lösungen, um diese Betriebe in Zukunft noch stärker unterstützen zu können“, forderte Brossardt. So könnte nach Ansicht der vbw zum Beispiel das Angebot der IdA Navigatoren ab 2022 in ein Regelförderinstrument des Freistaats überführt werden. Die Navigatoren leisten seit Januar 2016 in ganz Bayern vielfältige Integrationsarbeit, indem sie vor Ort zwischen Unternehmen und Geflüchteten sowie Institutionen wie Ausländerbehörden, Agenturen für Arbeit und Asylhelferkreisen vermitteln.

Chancen, aber auch Herausforderungen bringen laut vbw die neuen Aufenthaltstitel Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung. Danach ist unter bestimmten Voraussetzungen und für einen bestimmten Zeitraum nur dann ein verlässlicher Aufenthaltsstatus durch eine langfristige Duldung gewährleistet, wenn eine Berufsausbildung absolviert oder einer Beschäftigung nachgegangen wird. „Kriterien wie ausreichend eigener Wohnraum sind in Städten wie München schwer erfüllbar. Hier brauchen wir politische Lösungen. Wichtig ist außerdem eine bayernweit einheitlichere Verwaltungspraxis und Planungssicherheit für die Unternehmen“, so Brossardt.