Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2020

Pressemitteilung

vbw: Digitalisierungsschub, wenn Industrie und Medien intensiver kooperieren / Brossardt: „Branchenübergreifende Innovationen bieten enormes Potenzial“

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 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. stellte im Rahmen ihres Medienkongresses die neue vbw Studie „Kooperationspotenziale zwischen Medien und Industrie“ vor. „Die Umsetzung digitaler Innovationen ist für die Unternehmen Chance und Herausforderung zugleich. Industrie- und Medienunternehmen müssen dabei noch intensiver zusammenarbeiten“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Veranstaltung.

Laut der vom Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellten Studie trifft am Standort Bayern eine hervorragend digitalisierte Medienindustrie auf internationale Weltmarktführer in verschiedenen Industriebranchen. Doch nur 14 Prozent der befragten Industrieunternehmen arbeiten bereits in Innovationsprojekten mit Medienunternehmen zusammen. „Hier bleiben Möglichkeiten liegen, die wir dringend nutzen müssen, um auf die wechselnden Bedingungen im Marktumfeld reagieren und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, so Brossardt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Industrieunternehmen vor allem im Bereich Marketing und Kommunikation, in der Entwicklung und Verbreitung digitaler Medieninhalte, im Bereich E-Learning und beim Betrieb von Online-Plattformen von den Kompetenzen und Erfahrungen der Medienunternehmen profitieren können. Im Gegenzug stellt die Industrie eine Distributionsmöglichkeit für die Medienunternehmen dar.

Im Rahmen der Studie werden Praxisbeispiele für erfolgreiche Kooperationen vorgestellt. So wurden zusammen mit Audiostreaming-Dienstleistern neue, vollständig integrierte digitale Zusatzdienste im Bereich Automotive entwickelt. Die Kunden haben dabei als besonderen Mehrwert die Möglichkeit, Musikstreaming-Dienste über eine im Auto integrierte SIM-Karte zu nutzen – ohne Umweg über das Smartphone und ohne Belastung des eigenen Datenvolumens. Damit kommt man dem Wunsch der Kunden entgegen, ihr digitales Leben noch stärker und integrierter ins Fahrzeug zu bringen.

In weiteren Beispielen treten Medienunternehmen als Technologie-Dienstleister für andere Branchen auf. „Die konkreten Fälle zeigen: Gemeinsam ist Bayern stark. Verarbeitende Industrien können von den etablierten Medien im Freistaat lernen und deren Fähigkeiten sinnvoll und erfolgsfördernd für ihre digitalen Projekte einsetzen. In Kombination mit den passenden Rahmenbedingungen und gezielten Initiativen – da sind die Verbände, aber auch die Politik gefragt – liegt hier die Chance für einen spürbaren Digitalisierungsschub“, betont Brossardt.

Die Studie ist in Kürze unter www.vbw.bayern.de abrufbar.