Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie haben keine Login-Daten?

Login-Daten beantragen
Zur Übersicht

Letzte Aktualisierung: 10. Juni 2024

Pressemitteilung

Ausbau geht voran – Anforderungen steigen / Dr. Pröckl: „In Qualität und Quantität investieren“

Kontakt
 Thomas Hansbauer
Thomas Hansbauer
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0)89-551 78-361 +mobil+ +49 (0)151-217 95 880

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Niederbayern den Stand beim Ausbau der digitalen Netze in der Region und wies auf die Relevanz leistungsfähiger und zukunftsgerechter digitaler Netze für Unternehmen hin. Dr. Thomas Pröckl, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Niederbayern, führt aus: „Laut einer aktuellen vbw Studie hatten im April 2024 schon 51,1 Prozent der Haushalte in Niederbayern eine Gigabit-Verbindung. Das ist ein Anschluss mit mindestens 1.000 Mbit/s im Download. Die Anbindung hat damit im Vergleich zum Vorjahreswert (2023) um 2,6 Prozentpunkte zugelegt. In städtischen Räumen liegen wir sogar bei überdurchschnittlichen 90,8 Prozent, in ländlichen Räumen bei 25,2 Prozent. Ausbaufähig ist der Wert von 46,5 Prozent Gigabit-Verbindungen für Unternehmen in Gewerbegebieten, hier liegen wir in Niederbayern mit etwa zwölf Prozentpunkten unter dem bayerweiten Wert. Aber das Ausbautempo muss hoch bleiben, denn auch die Bedarfsprognosen steigen: Trotz der größeren Zufriedenheit berichten Ende 2023 68 Prozent der bayerischen Unternehmen, dass ein unzureichendes digitales Festnetz ihr Geschäft beeinträchtigt. Unternehmen nutzen die Digitalisierung, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und unser Land zukunftsfähig zu halten. Auf Dauer schaffen sie das nur mit gigabitfähigen und zuverlässigen digitalen Netzen überall in Bayern.“

Ein besonderes Augenmerk legt die vbw auf Glasfaser. Nach einem starken Anstieg um 4,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr lag 2023 der Anteil in den Haushalten in Niederbayern mit 20,2 Prozent auf dem vierten Platz in Bayern. Dr. Pröckl: „Die Gewerbegebiete in Niederbayern sind zu 29,2 Prozent ans Glasfasernetz angeschlossen. Durch zusätzliche Fördermaßnahmen und angekündigte Aktivitäten am Markt werden innerhalb der nächsten Jahre in der Region 42,2 Prozent der Haushalte mit Glasfaser versorgt werden. Das sind wichtige Erfolge und Perspektiven, wir müssen uns aber auf die offenen Aufgaben konzentrieren. In 130 von insgesamt 258 Kommunen in Niederbayern haben erst weniger als 20 Prozent einen Anschluss, der zumindest im Download Bandbreiten ab einem Gigabit/s zulässt. 55 dieser Gemeinden überwinden allerdings absehbar diese 20-Prozent-Schwelle.“

Auch die 5G-Mobilfunkverfügbarkeit stellt für die vbw eine entscheidende Säule der digitalen Infrastruktur dar. Dr. Pröckl ordnet ein: „5G ist in den Haushalten Niederbayerns zu 96,1 Prozent verfügbar. Damit liegen wir nur minimal unter dem bayerischen Durchschnitt von 97,5 Prozent. Die Gewerbegebiete der Region sind zu 98,4 Prozent versorgt. Auf die Gesamtfläche von Niederbayern bezogen liegt allerdings nur eine Abdeckung von 86,1 Prozent vor. Die Herausforderung liegt aber nur zum Teil darin, Lücken in der Fläche zu schließen. Gleichzeitig stehen wir auch vor der Herausforderung, verbliebene Schwächen in den bereits ausgebauten Netzteilen zu beheben. Diese Schwächen können sich auch durch gestiegene Nachfrage oder Neubauten ergeben, die die Reichweite von Funkmasten beeinträchtigen.“

Angesichts dieser Analyse fordert die vbw: „Wir müssen sowohl in Quantität als auch in Qualität investieren. Insbesondere Unternehmen im ländlichen Raum brauchen Glasfaserverbindungen und die 5G-Mobilfunknetze müssen die ganze Fläche einer Region verlässlich abdecken. Der Freistaat fördert, wo er kann. Wir appellieren an die Gemeinden, vorhandene Fördermöglichkeiten noch aktiver zu nutzen. Zusätzlich muss der Bund Genehmigungsverfahren schlanker gestalten“, so Dr. Pröckl abschließend.

Die Daten stammen aus der Studie „Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern“, die IW Consult unter anderem für Niederbayern aufbereitet hat, sowie aus hoch aktuellen Datenbeständen des bayerischen Finanzministeriums zur Festnetzversorgung der Haushalte. Die vbw Studie „Breitbandbedarf der bayerischen Unternehmen 2023 – leitungsgebunden und mobil“ finden Sie hier online .

Seite drucken