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Letzte Aktualisierung: 21. September 2026

Pressemitteilung

30 Prozent mehr digitale Weltklassepatente aus Bayern – Abstand zu USA und China bleibt groß / Brossardt: „Hightech Agenda muss konsequent fortgesetzt werden“

Die USA und China bauen ihren Vorsprung bei fortgeschrittenen digitalen Weltklassepatenten weiter aus. Bayern und Deutschland wachsen zwar überdurchschnittlich, aber der Abstand bleibt groß. Das zeigt die aktualisierte Studie „Digitale Wettbewerbsfähigkeit aus globaler Sicht", die EconSight im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt hat. Sie analysiert Weltklassepatente an der Schnittstelle von 21 fortgeschrittenen Digitalisierungstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Cloud Computing, Halbleitern und Quantencomputern. Diese werden mit rund 90 der wichtigsten Anwendungstechnologien aus Bereichen wie Mobilität, Gesundheit oder Energie verknüpft. Bei den „Weltklassepatenten“ handelt es sich um die zitierstärksten und am breitesten angemeldeten zehn Prozent eines jeden Feldes. „Die Ergebnisse zeigen: Wir dürfen nicht nachlassen, um mit der Weltspitze Schritt zu halten. Gerade die Schnittstellen zu wichtigen Anwendungstechnologien, etwa aus der Industrie, müssen wir stärker besetzen. Positiv ist aber, dass erste Ergebnisse der intensivierten Forschungsaktivitäten am Standort Bayern sichtbar werden", erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Weltweit ist die Zahl der fortgeschrittenen digitalen Weltklassepatente seit 2023 um 35 Prozent auf 131.000 gestiegen, getrieben vor allem von Künstlicher Intelligenz. Die USA hielten 2025 rund 53.700 Patente und führten weiter klar bei den Biotechnologien, Nanotechnologien, beim Gesundheitswesen, der Mobilität und bei Materialien, verlieren aber seit 2020 Weltanteile. China legte im gleichen Zeitraum um 74 Prozent auf 46.300 Patente zu und lag damit auf vielen technologischen Zukunftsfeldern gleichauf mit den USA – bei Energiesystemen, Ernährung und Luft- und Raumfahrt führt das Land bereits. „Die EU kommt auf rund 13.300 Patente und verlor seit 2020 in den meisten Bereichen Weltanteile, konnte gegenüber den USA aber aufholen und Japan sogar überholen – nicht zuletzt dank Deutschland und Bayern“, sagt Brossardt.

Deutschland ist mit rund 6.200 Weltklassepatenten fünftgrößter Forschungsstandort weltweit und stellt 46 Prozent der EU-Patente. Nur bei Energiesystemen sind die Verluste deutlich, in Luft- und Raumfahrt sowie bei Materialien legte Deutschland dagegen zu und wächst seit 2020 schneller als die USA, Japan und die meisten EU-Staaten. Bayern kommt 2025 auf knapp 2.400 Patente, ein Plus von rund 30 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2023. Als eigenständiges Land läge der Freistaat weltweit auf Rang acht. Bayern stellt 38 Prozent des deutschen und 18 Prozent des EU-Bestands. Besonders stark entwickelte sich die Luft- und Raumfahrt, spürbar rückläufig die Energiesysteme. „Beim Wachstum KI-basierter Patente lag Bayern zuletzt über dem Niveau der USA und vieler anderer westlicher Länder. Zu dieser positiven Entwicklung dürfte die Hightech Agenda Bayern einen Beitrag geleistet haben", sagt Brossardt und ergänzt: „Ein resilienter, zukunftsfähiger Standort benötigt exzellente Forschung in den wichtigsten digitalen Zukunftstechnologien. Dort ist Bayern gut aufgestellt. Ziel muss es sein, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch innovationsfreundlicher zu gestalten. Hier sind vor allem der Bund und Brüssel in der Pflicht. Die Umsetzung einer Idee in ein neues Produkt, das Wertschöpfung am Standort schafft, muss schneller möglich sein, als es bisher der Fall ist."

Die vollständige Studie „Digitale Wettbewerbsfähigkeit aus globaler Sicht: Die fortgeschrittene Digitalisierung im internationalen Vergleich“ finden Sie hier .

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