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Letzte Aktualisierung: 27. August 2026

Pressemitteilung

Asien wird zum Schlüsselmarkt der Zukunft / Brossardt: „Diversifizierung der Exportmärkte stärkt die Resilienz der bayerischen Wirtschaft“

Die größten Absatzchancen außerhalb der etablierten Exportmärkte für Bayerns technologische Zukunftsfelder liegen in Asien – etwa in Japan, Südkorea, Taiwan und Indien. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Absatzmärkte für Bayerns technologische Zukunftsfelder“, die von der Prognos AG im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt wurde. Unter die zehn, vom Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft identifizierten Zukunftsfelder, fallen unter anderem: Biotechnologie, intelligente Verkehrssysteme, Luft- und Raumfahrt, aber auch Ernährung und Lebensmitteltechnologien. „Im Jahr 2024 betrugen die deutschen Exporte von Produkten aus den zehn Zukunftsfeldern rund 180 Milliarden Euro, davon entfielen 32 Milliarden Euro auf Bayern. Zwischen 2019 und 2024 sind die deutschen Ausfuhren in den Zukunftsfeldern um über 40 Prozent gewachsen. Angesichts der weltwirtschaftlichen Veränderungen, die sich einerseits aus zunehmendem Protektionismus und Handelskonflikten, andererseits aus dem Aufstreben zahlreicher Schwellenländer ergeben, ist die Suche nach neuen und zusätzlichen Absatzmärkten wichtiger denn je“, erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Aktuell entsprechen die wichtigsten Absatzmärkte in den zehn Feldern noch weitgehend der allgemeinen bayerischen Exportstruktur: Die meisten Exporte in ein Einzelland gehen mit über 17 Prozent in die USA, acht Prozent gehen in die Niederlande, und jeweils sieben Prozent nach Frankreich und nach China. Dominiert werden die Ausfuhren dabei von drei Feldern: Intelligente Verkehrssysteme und Mobilität, Medizintechnologie und Gesundheitswesen sowie Luft- und Raumfahrttechnologien; aber auch Energiesysteme spielen bei den bayerischen Exportprodukten eine wichtige Rolle. „Die bestehenden Absatzmärkte in Europa und Nordamerika bleiben ein unverzichtbarer Stützpfeiler für die bayerische Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen die von US-Präsident Trump initiierten Zollkonflikte, dass selbst langjährig stabile Handelsbeziehungen kurzfristig unter Druck geraten können. Die Diversifizierung der Absatzmärkte steigert daher nicht nur die Resilienz unserer Unternehmen, sondern ist auch eine strategische Chance, neue Wachstumspotenziale zu erschließen“, sagt Brossardt.

Neben Japan, Südkorea, Taiwan und Indien identifiziert die Studie auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie in Kanada, Mexiko und Brasilien gute Absatzchancen. Mit den drei Letztgenannten bestehen bereits Freihandelsabkommen, mit den VAE wird derzeit verhandelt. „Der technische Fortschritt ist angesichts des demografisch bedingten Rückgangs der Erwerbsbevölkerung der entscheidende Faktor für künftiges Wirtschaftswachstum in Bayern. Entscheidend hierfür ist, dass die Zukunftstechnologien auch in marktfähige Produkte münden, die weltweit abgesetzt werden können. Bayern setzt seinen Schwerpunkt dabei stark auf Intelligente Verkehrssysteme und Mobilität sowie auf Energiesysteme und Energie. Diese gilt es nun weiter zu vertiefen und die Innovationskraft der bayerischen Unternehmen weiter zu stärken“, so Brossardt.

Die Studie enthält für jedes der zehn Zukunftsfelder ein eigenes Fact-Sheet mit Daten zum Technologiefeld, zu den aktuellen Absatzmärkten sowie einer SWOT-Analyse und weiteren Informationen zu Potenzialmärkten. Die vollständige Studie „Absatzmärkte für Bayerns technologische Zukunftsfelder“ finden Sie hier .

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