Die Games-Branche ist mittlerweile die umsatzstärkste Teilbranche der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Und sie ist ein wichtiger Innovationstreiber. Anlässlich der World Design Capital 2026 in der Metropolregion FrankfurtRheinMain richtet die Bezirksgruppe Unterfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in einer gemeinsamen Veranstaltung mit KulturSzene Churfranken-RheinMain e. V. den Blick auf die Potenziale der Branche am Bayerischen Untermain und in Unterfranken sowie auf das, was an grenzüberschreitenden Synergien zwischen Bayern und Hessen möglich wäre. „In Unterfranken und insbesondere hier am Untermain treffen akademische Exzellenz, unternehmerische Praxis und kreatives Netzwerk in einer Dichte aufeinander, wie man sie selten findet“, sagte Ines Sterling, Vorstandsvorsitzende der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, im Vorfeld der Veranstaltung.
2025 erzielte der Gaming-Markt in Deutschland einen Rekordumsatz von über 9 Milliarden Euro. „Deutschland ist damit der umsatzstärkste Gaming-Markt in Europa. Der Freistaat selbst spielt dabei eine führende Rolle für die Branche. Seit 2018 hat sich die Anzahl der Games-Unternehmen im Freistaat verdoppelt und die Branche in Bayern erwirtschaftet rund 347 Millionen Euro Umsatz. Mit einem starken Talentpool, leistungsfähigen Hochschulen, einer guten Infrastruktur und einer sichtbar verlässlichen Games-Politik verfügt die bayerische Games-Branche über hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltige und robuste Weiterentwicklung“, führte Sterling aus.
Die Games-Branche findet in Bayern und Deutschland gute Rahmenbedingungen vor. „Wir freuen uns, dass sie sich so dynamisch entwickelt und wir in Bayern aufgrund der guten Infrastruktur an der Wertschöpfung teilhaben. Die Entscheidung der Bundesregierung, die Games-Förderung ab 2026 auf rund 125 Millionen Euro jährlich zu erhöhen, ist ein wichtiges Signal und ein klares Bekenntnis zum Gaming-Standort Deutschland. Auch die Bayerische Staatsregierung setzt sich für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen ein und hat unter anderem die Anhebung der Gesamtförderung für Games und ‚Extended Reality (XR)‘ auf über sechs Millionen Euro beschlossen. Diese Unterstützung ist auch künftig essenziell, damit sich die Branche im internationalen Wettbewerb mit den USA und den asiatischen Märkten behaupten kann und wir im Inland möglichst umfassend von der Wertschöpfung profitieren können“, so Sterling abschließend.