Letzte Aktualisierung: 23. September 2026
vbw begrüßt Beschlusspapier mit Fokus auf Wirtschaft / Brossardt: „Enges Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft ist das bayerische Erfolgsrezept“
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt eine nachhaltige Erneuerung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Dieses Ziel hat sich die CSU-Landtagsfraktion in ihrem Beschlusspapier auf ihrer Klausur auf Kloster Banz ebenso zum Ziel gesetzt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek und dem Präsidenten von Gesamtmetall, Dr. Udo Dinglreiter, betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Auch wenn es Anzeichen einer Stabilisierung unserer Wirtschaft gibt, von einem Aufschwung sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Unsere exportorientierte bayerische Wirtschaft leidet unter einem Mix aus Handelskonflikten, Protektionismus und geopolitischen Krisen wie dem Iran-Krieg. Vor allem aber lähmen uns die ungünstigen Standortbedingungen in Deutschland: Wir sind zu teuer, zu bürokratisch und zu unflexibel. Wir sind daher dankbar, dass die CSU-Landtagsfraktion den Schwerpunkt ihrer Klausurtagung auf die Wirtschaft und die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit gelegt hat.“
Die vbw begrüßt die klare Richtung der Beschlüsse auf Kloster Banz. „Es ist richtig, dass die CSU-Landtagsfraktion auf die nachhaltige Senkung von Steuern sowie Arbeits-, Sozial- und Energiekosten als zur Verbesserung der inländischen Wettbewerbsbedingungen drängt. Genauso wichtig ist das Bekenntnis zu Technologieoffenheit, zur Stärkung von Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz als auch zum Einsatz für eine flexible wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden. Eine zügige Umsetzung der Beschlüsse birgt die Chance, unseren Standort wieder fit für die Zukunft zu machen,“ unterstrich Brossardt. Aus Sicht der vbw ist dies zudem auch der einzige Weg, um das Vertrauen der Bürger in die Parteien der politischen Mitte zurückzugewinnen. Brossardt verwies in seinem Beitrag insbesondere auch auf das „bayerische Modell“ der engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. „Dieses Miteinander ist die Basis für die traditionelle wirtschaftliche Stärke des Freistaats und führt auch zu großer Zufriedenheit der bayerischen Bevölkerung im Freistaat, wie eine von uns kürzlich in Auftrag gegebene repräsentative Befragung von Allensbach ergeben hat“, so Brossardt. So schätzen fast 80 Prozent der Bayern den Freistaat als wirtschaftlich erfolgreich ein, 76 Prozent halten Bayern zudem nach wie vor für einen guten Unternehmensstandort.
Dr. Udo Dinglreiter, Präsident von Gesamtmetall, ergänzte: „Wir haben heute sehr offen über die Probleme der Industrie gesprochen, für die es sich in zu vielen Fällen nicht mehr rechnet, am Standort Deutschland zu produzieren. Ich bin dankbar und nach der Tagung auch ein Stück zuversichtlicher, dass mithilfe notwendiger Reformen die großen Stärken unseres Landes bald wieder zur Geltung kommen werden.“