Die bayerische Wirtschaft

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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Pressemitteilung zur IAB-Prognose für 2021 / Arbeitslosenzahl in Bayern steigt allein 2020 um über 33 Prozent

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 Tobias Rademacher
Tobias Rademacher
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die Arbeitslosigkeit wird 2020 bayernweit um 71.235 auf 283.200 Erwerbslose steigen. Das ist ein Plus von 33,6 Prozent und entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2021 werden die Erwerbslosenzahlen um weitere 2,5 Prozent bzw. 7.000 Personen auf 290.200 steigen, die Arbeitslosenquote auf 3,8 Prozent. Das prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner Herbstprognose im mittleren Konjunkturszenario. „2020 und 2021 werden wir einen seit über zehn Jahren nicht mehr gesehenen Anstieg der Arbeitslosigkeit erleben. Bei einer noch schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung, im Negativszenario der IAB-Prognose, würde die Arbeitslosigkeit in Bayern 2021 sogar um 36.600 Personen steigen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. Das bereitet uns Sorge. Und noch ist das weitere Pandemie-Geschehen völlig offen. Der derzeitige teilweise Lockdown ist in den Zahlen nicht abgebildet“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Bertram Brossardt.

Laut Prognose sinkt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Bayern 2020 um rund 78.600 auf 5,71 Millionen Personen. Im Jahresdurchschnitt 2021 wird die Beschäftigung mit 5,776 Millionen Personen wieder um 1,1 Prozent bzw. um 65.000 Personen höher liegen als 2020. „Der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre hat coronabedingt ein jähes Ende genommen. Die Verluste in diesem Jahr können auch im kommenden Jahr nicht ausgeglichen werden. Zeitgleich wird die Arbeitslosigkeit in Bayern 2020 flächendeckend in allen Landkreisen und kreisfreien Städten steigen. Wir rechnen frühestens 2022 damit, das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen“, erklärt Brossardt.

Die vbw sieht neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch den industriellen Strukturwandel sowie wachsende außenwirtschaftliche Risiken mit Sorge. Dazu kommen auch innenpolitische Fehlanreize, die die Wirtschaft belasten. „Weltweit haben wir die vierthöchsten Arbeitskosten, dazu stetig steigende Strom- und Energiekosten. Entlastungen sind aber weiterhin Fehlanzeige: Weder die Unternehmenssteuerlast wurde gesenkt, noch ist die Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes angegangen worden“, erklärt Brossardt.