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Letzte Aktualisierung: 27. August 2026

Pressemitteilung

Zustimmung wäre ein wichtiges politische Signal in schwierigen Zeiten / Brossardt: „Vollmitgliedschaft in der EU verspricht weitere vertiefte Zusammenarbeit“

Anlässlich des Referendums in Island zur Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen am 29. August 2026 hofft die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf einen positiven Ausgang. Dazu betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Mehr als zehn Jahre nach dem Stopp der Beitrittsverhandlungen Islands mit der EU wird es Zeit für ein neues Kapitel in den europäisch-isländischen Beziehungen. Die Welt hat sich im letzten Jahrzehnt grundlegend gewandelt und Europa steht immer mehr unter Druck von außen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Europäer noch enger zusammenrücken. Uns freut es, dass sich mit dem Referendum eine neue Möglichkeit auftut, Islands Platz im Herzen von Europa zu festigen.“

Zwar ist Island bereits über den Europäischen Wirtschaftsraum eng mit dem EU-Binnenmarkt verbunden, ein EU-Beitritt wäre aber aus Sicht der vbw ein weiteres wichtiges politisches Signal. „Angesichts geopolitischer Spannungen, zunehmender globaler Konkurrenz und einer Weltwirtschaft im tiefen Umbruch müssen wir die EU weiter stärken. Dazu gehört auch die sinnvolle Ausweitung des europäischen Binnenmarktes. Die bestehenden Verflechtungen zwischen der EU und Island bieten eine gute Grundlage, um die Gespräche wieder aufzunehmen und offene Fragen konstruktiv zu klären“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Wir wünschen uns daher, dass die Isländer am 29. August die Tür für neue Verhandlungen öffnen. Die Antwort auf eine mehr und mehr unberechenbarere Welt kann nicht weniger Europa sein – sondern mehr Europa.“ Der Freistaat exportierte im Jahr 2025 rund 71 Millionen Euro in den Inselstaat, das Handelsvolumen beträgt insgesamt 135 Millionen Euro. „Von einer Vollmitgliedschaft Islands in der EU verspricht sich die bayerische Wirtschaft auch einen weiter steigenden Handel“, betont Brossardt.

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