Letzte Aktualisierung: 21. September 2026
Pressemitteilung
Ein- und Ausfuhren steigen leicht an, Einbruch im China-Geschäft um mehr als 20 Prozent / Brossardt: „Reformstau endlich auflösen und Wirtschaft spürbar entlasten!“
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Die bayerische Wirtschaft exportierte im Juli 2026 Waren im Wert von etwas mehr als 21 Milliarden Euro. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe nahmen leicht um 0,5 Prozent auf ebenfalls 21 Milliarden Euro zu. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bewertet die heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen noch mit Vorsicht. „Die Zahlen im Juli zeigen erfreulicherweise einen leichten Anstieg bei den Aus- und Einfuhren, doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Die bayerischen Unternehmen kämpfen weiterhin mit außenwirtschaftlichen Handelsstreitigkeiten, Protektionismus und insbesondere auch den unfairen Handelspraktiken Chinas. Der Iran-Krieg und die Huthi-Angriffe lassen zudem die bereits vorher schon hohen Energiekosten weiter in die Höhe schnellen. Dazu kommt, dass die hausgemachten Standortprobleme eine weitere wesentliche Belastung für die Wirtschaft darstellen, diese müssen wir jetzt zügig angehen. Unser Standort ist nicht mehr wettbewerbsfähig, die Bundesregierung muss jetzt grundlegende Weichen für eine Erneuerung des Wirtschaftsstandorts stellen.“
Während die Ausfuhren in den wichtigsten Exportmarkt für Bayern, die USA, um knapp vier Prozent gestiegen sind, gab es im Geschäft mit dem zweitwichtigsten Handelspartner, der Volksrepublik China, einen Rückgang um mehr als 20 Prozent. Dazu Brossardt: „Der Anstieg im Handel mit Amerika im Juli ist erfreulich, abzuwarten bleibt, ob sich dies in den kommenden Monaten fortsetzt. Fakt ist, dass in Summe der ersten sieben Monate unsere Exporte in die USA um neun Prozent gesunken sind. Besorgt sind wir wegen des krassen Einbruchs bei den Ausfuhren nach China. Unfaire Handelspraktiken und Wettbewerbsverzerrungen machen es den bayerischen Unternehmen immer schwerer, ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu verkaufen. Wir erwarten daher von der EU, schnellstmöglich für faire Regeln im Handel mit China zu sorgen.“
Die beiden wichtigsten Exportgüter der bayerischen Wirtschaft, Maschinen und Pkw, verzeichnen weiter starke Verluste. „Erneut sehen wir einen dramatischen Einbruch insbesondere bei den Pkw, so sanken deren Ausfuhren um fast 22 Prozent, während die Einfuhren um fast acht Prozent gestiegen sind. Auch hier zeigt sich, dass China den bayerischen Autobauern immer schwerer zusetzt“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Unsere Wirtschaft steht weiterhin massiv unter Druck, die Bundesregierung darf sich daher von ihrem Reformkurs nicht abbringen lassen. Der Standort braucht dringend ein tiefgreifendes Update, um wieder nachhaltig wirtschaftlich zu wachsen. Insbesondere müssen wir weg von den hohen Belastungen bei den Steuern und den Arbeits- und Energiekosten, und hin zu einer spürbaren Entlastung für die Wirtschaft. Nur so werden wir auch im globalen Vergleich wieder ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort. Jetzt gilt es, die Reformen zügig umzusetzen.“