Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2022

Pressemitteilung

Positive Exportzahlen im ersten Quartal 2022 bedeuten keinen Aufschwung / Brossardt: „Folgen von Krieg und Corona treffen den bayerischen Export hart“

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Alexander Perschel
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die heute vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichten Exportzahlen für das erste Quartal 2022 verzeichnen einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent, das entspricht einem Exportvolumen von 49,7 Milliarden Euro. „Der Anstieg unserer Ausfuhren im Vergleich zum durch Corona-Folgen geschwächten Vorjahresquartal ist alles andere als ein Aufschwung. Lichtblick ist unser wichtigster Handelspartner, die USA. Die Exporte stiegen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders kritisch ist der Exportrückgang nach China zu bewerten. Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Dass wir uns insgesamt in einer schwierigen Situation befinden, verdeutlicht vor allem der Blick auf die jüngste Entwicklung. Die bayerischen Exporte sind im März 2022 um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen, das sind erste Anzeichen der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Die Exporte nach Russland sind im März 2022 um 71,1 Prozent eingebrochen. Brossardt dazu: „Während unsere Exporteinnahmen zurückgehen, belasten die drastischen Preisanstiege bei Energieimporten die bayerische Wirtschaft schwer. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind etwa die Einfuhrpreise für Erdgas und Erdöl um ganze 95 Prozent gestiegen.“ Der Wert der importierten Waren stieg im ersten Quartal 2022 um 14,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die einzelnen Warengruppen erklärt Brossardt: „Die Exporte von Pkw (inkl. Wohnmobilen) gingen im ersten Quartal um 3,2 Prozent zurück, die Ausfuhren von Fahrgestellen, Karosserien und Motoren sogar um 7,3 Prozent. Die Folgen von Krieg und Corona treffen den bayerischen Außenhandel hart und werden dies in den kommenden Monaten weiter tun. Ein Ende der hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie der Lieferengpässe und des Materialmangels ist nicht in Sicht.“