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Letzte Aktualisierung: 22. September 2026

Pressemitteilung

Repräsentative Umfrage: Lage in Bayern deutlich besser als in anderen Ländern / Brossardt: „Starkes Vertrauen in Standort, Bevölkerung sieht Handlungsbedarf“

Die große Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist davon überzeugt, dass sich der Freistaat sowohl in seiner Wirtschaftskraft als auch in Bezug auf das Handeln der Staatsregierung deutlich positiv von anderen Ländern in der Bundesrepublik abhebt. Das ist das zusammenfassende Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Allensbach Instituts für Demoskopie im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die Meinungsforscher baten in diesem Monat mehr als 1.000 Bürger im Freistaat ab 16 Jahren in persönlichen Gesprächen um ihre Einschätzung zur Stimmungslage und zur Reformbereitschaft Bayerns.

„Die Auswirkungen geopolitischer Konflikte und die Strukturkrise in Deutschland sorgen bundesweit für Verunsicherung. Zwar gibt es auch im Freistaat Menschen, die derzeit um den Verlust ihres Arbeitsplatzes fürchten und einige Themen, die die Politik dringend konsequenter vorantreiben muss, wie den Bürokratieabbau oder die Digitalisierung. Aber die Grundstimmung der bayerischen Bevölkerung ist gut. Die Menschen im Freistaat bewerten die bayerische Wirtschaft aktuell als stark und fast jeder zweite geht auch von einer weiter positiven Entwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahren aus. Zudem schätzen sie die Lebensqualität und das kulturelle Angebot im Freistaat“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

78 Prozent der bayerischen Bevölkerung schätzen den Freistaat als wirtschaftlich erfolgreich ein. Das ist ein Spitzenwert unter den Bundesländern im Vergleich. Mit großem Abstand folgen Baden-Württemberg (42 Prozent), Nordrhein-Westfalen (11 Prozent), Hamburg (11 Prozent) und Hessen (10 Prozent). Trotz der enormen Herausforderungen und laufender Transformationsprozesse bewerten 68 Prozent der bayerischen Bevölkerung die wirtschaftliche Lage im Freistaat als gut bis sehr gut. Mit 76 Prozent halten mehr als drei Viertel der Befragten Bayern nach wie vor für einen guten Unternehmensstandort.

62 Prozent der von Allensbach Befragten erklärten darüber hinaus, dass Bayern im Vergleich zu den anderen Ländern im Bund gut regiert werde, äußern aber auch Kritik im Einzelnen: So sehen sie den Freistaat vor allem bei der Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum (88 Prozent), beim Abbau von Bürokratie (86 Prozent), bei der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum (76 Prozent) weniger gut aufgestellt und bemängeln außerdem die Verfügbarkeit von Mobilfunk und schnellem Internet.

Jeder dritte im Freistaat fürchtet mittelfristig eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Zu den fünf wichtigsten Aufgaben für die Bayerische Staatsregierung zur Stärkung der Wirtschaft zählt aus Sicht der Befragten unter anderem der Bürokratieabbau, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie Anreize für Fachkräfte.

„Die von uns beauftragte Untersuchung zeigt deutlich, wo Bayern gut ist, aber auch, wo noch Luft nach oben ist. Die Auswertung der repräsentativen Umfrage liefert eine sehr gute Orientierung für die erfolgreiche Weiterentwicklung Bayerns. Sorge bereitet uns vor allem, dass die bayerische Bevölkerung über die letzten Jahre mehrheitlich einen Aufbau von Bürokratie wahrgenommen hat. Dasselbe hören wir aus den Unternehmen. Hier braucht es eine gemeinschaftliche Anstrengung aller politisch Verantwortlichen“, fordert Brossardt.

Die Ergebnisse der Umfrage „Die aktuelle Stimmungslage und Reformbereitschaft in Bayern“ des Forschungsinstituts Allensbach steht hier zum Download bereit: www.vbw-bayern.de/allensbach-umfrage-bayern .

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