Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 05. Dezember 2022

Pressemitteilung

Zu wenig Fortschritte auf der 27. UN-Klimakonferenz / Brossardt: „Globaler Klimaclub mit einheitlichen CO2-Preisen muss Ziel sein“

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 Alexander Perschel
Alexander Perschel
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. beklagt zu wenig Fortschritte auf der 27. UN-Klimakonferenz im ägyptischen Sharm El Sheikh. „Die schwierige geopolitische Lage erfordert besonderes Fortkommen, doch die Ergebnisse der Verhandlungen sind enttäuschend. Der beschlossene Fonds für Klima-Ausgleichzahlungen und weitere internationale Kooperationen zum Klimaschutz sind zwar Schritte in die richtige Richtung und auch der Aufruf zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien ist zu begrüßen, aber insgesamt wurden zu viele wichtige Themen vertagt“, resümiert Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich einer Veranstaltung der vbw.

Aus Sicht der vbw ist im internationalen Klimaschutz deutlich mehr Entschlossenheit nötig. „Die bayerische Wirtschaft steht hinter dem Pariser Klima-Abkommen. Die aktuellen Klimaziele der Staaten reichen jedoch nach wie vor nicht aus, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Hier müssen alle Staaten ihre Ziele bis zur nächsten Klimakonferenz schärfen und die Umsetzung vorantreiben. Vor allem Länder mit hohem Treibhausgasausstoß sind gefordert. Zudem braucht es weitere Initiativen und starke Partnerschaften mit dem Anspruch, vergleichbare Klimaziele zu vereinbaren. Europa allein kann keine globalen Aufgaben lösen. Ein globaler Klimaclub, bei dem die großen Volkswirtschaften an einem Strang ziehen, sowie ein globaler CO2-Preis müssen mittelfristige Ziele der Klimapolitik sein“, so Brossardt.

Auch vor dem Hintergrund der Energiekrise wirbt die vbw dafür, Klimaschutz und Versorgungssicherheit zusammen zu denken. „Durch den Ausbau erneuerbarer Energien und durch Steigerung der Energieeffizienz wird nicht nur dem Klima geholfen, sondern zusätzlich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert. Hier braucht es dringend noch mehr Tempo. Im Gleichschritt müssen wir vor Ort die Stromnetze um- und ausbauen“, fordert Brossardt und ergänzt: „Wir aus Bayern können einen großen Beitrag zur weltweiten Emissionsminderung leisten, wenn wir die Entwicklung und den Einsatz innovativer klimafreundlicher Technologie im Freistaat voranbringen, von der weltweit profitiert wird. Auch beim Hochlauf einer weltweiten Wasserstoffwirtschaft kann Bayern eine zentrale Rolle einnehmen. Dafür braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen.“

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