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Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2021

Pressemitteilung

Pflege zukunftssicher machen / Brossardt: „Wettbewerb statt Staatspflege“

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 Tobias Rademacher
Tobias Rademacher
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Anlässlich des Tags der Pflege am 12. Mai 2021 betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Wichtigkeit, die Pflege zukunftssicher zu machen. „Unsere Gesellschaft altert in schnellem Tempo – mit gravierenden Folgen für die nachfolgenden Generationen. Schon heute sind mehr als vier Millionen Personen pflegebedürftig, Mitte der 2030er Jahre werden es bereits über fünf Millionen sein. Das Risiko pflegebedürftig zu werden steigt mit zunehmendem Alter und steigender Lebenserwartung“, skizzierte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Situation.

Für die Pflegeversorgung folgen daraus zwei zentrale Herausforderungen: „Erstens müssen wir Wege finden, den wachsenden Bedarf an Pflegekräften zu decken. Zweitens brauchen wir eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung der Pflege. Das umlagefinanzierte System der sozialen Pflegeversicherung stößt hier an seine Grenzen,” führte Brossardt aus.

Um mehr Arbeitskräfte für Berufe in der Pflege zu gewinnen, muss es in erster Linie gelingen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und so eine Entlastung der Pflegekräfte zu erreichen. Dafür müssen laut vbw endlich die technischen Möglichkeiten und das Potenzial der Digitalisierung in der Pflege genutzt und ausgebaut werden. „Wir dürfen uns nicht einseitig auf den Lohn zur Fachkräftesicherung fokussieren. Insbesondere die Pläne für verbindliche Tariflöhne in der Pflege lehnen wir klar ab“, betonte Brossardt.

Um die Finanzierung der Pflege auf ein generationengerechtes Fundament zu stellen, wirbt die vbw für einen Ausbau der kapitalgedeckten Pflegevorsorge. „Wir brauchen mehr Impulse und Dynamik bei der Weiterverbreitung privater Pflegeversicherungen”, forderte Brossardt.