Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 30. April 2021

Pressemitteilung

Lockdown wirft wirtschaftliche Erholung zurück / Brossardt: „Brauchen Fortschritte beim Impfen für Aufschwung – Bayerns Betriebe stehen bereit“

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 Maximilian Stoib
Maximilian Stoib
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist das deutsche Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um 1,7 Prozent zurückgegangen.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht diesen Rückgang mit Sorge: „Die Corona-Pandemie belastet die deutsche Wirtschaft nach wie vor stark. Der aktuelle Lockdown hat den wirtschaftlichen Erholungsprozess spürbar zurückgeworfen. Wir haben noch einen langen Weg zur Normalität vor uns.“ Brossardt weiter: „Der aktuelle Rückgang fällt weniger stark aus als im Frühjahr 2020, als durch die Corona-Pandemie nahezu die gesamte Wirtschaft einbrach. Jetzt ist die Lage differenzierter. Wir haben dramatische Einbrüche in Bereichen, die besonders stark vom Lockdown betroffen sind.

So sehen wir zum Beispiel in Bayern in den Monaten Januar und Februar einen Umsatzrückgang bei Beherbergungsbetrieben von -84,1 Prozent, in der Gastronomie von -63,3 Prozent und im stationären Einzelhandel von -15,7 Prozent. Die bayerische Industrieproduktion lag in den ersten beiden Monaten des Jahres -5,4 Prozent unter Vorjahr. Hier wirken sich die derzeitigen Lieferengpässe bei Halbleitern negativ aus.“ Nach Ansicht der vbw gilt es jetzt, vor allem beim Thema Impfen Fortschritte zu machen. Brossardt stellt klar: „Nur so bekommen wir die Pandemie in den Griff und ermöglichen einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung.

Das gemeinsame Modellprojekt des bayerischen Gesundheitsministeriums und der vbw zeigt, dass gerade die Bereitschaft und der Wille der Firmen in Bayern, ihre Belegschaften zu impfen, extrem groß ist. Wichtig ist jetzt, dass wir das Impfen in den Betrieben zügig für die Breite der Unternehmen ermöglichen. Dafür benötigen wir vor allem zwei Dinge: Mehr Impfstoff aus Berlin und die rasche Klärung der noch offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Impfen im Betrieb durch den Bundesgesundheitsminister.“

Brossardt erklärt abschließend: „Wir sind zuversichtlich, dass die bayerische Wirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres um rund drei Prozent wachsen kann, unter der Voraussetzung, dass alle Wirtschaftsbereiche bis zum Sommer nach und nach komplett geöffnet werden. Trotzdem wird das nicht ausreichen, um den dramatischen Rückgang vom vergangenen Jahr vollständig auszugleichen.“