Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2021

Pressemitteilung

Herausforderungen für den Tourismus nach Corona / Brossardt: „Den bayerischen Tourismus nachhaltig stärken“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. forderte auf einem Online-Kongress der Bezirksgruppe München-Oberbayern Planungssicherheit und innovationsfördernde Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft. „Kaum eine Branche war von der Pandemie derart hart betroffen. Die bayerische Staatsregierung und der Bund haben rasch mit einer Vielzahl von Unterstützungsmaßnahmen reagiert.

Zum Wiederaufbau benötigen unsere Unternehmen neben der notwendigen finanziellen Ausstattung auch ein innovationsfreundliches Umfeld. Sie erleben neben dem verheerenden Einbruch des Geschäftes auch den klimapolitischen Anpassungsdruck“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. 2020 waren die Übernachtungszahlen bayernweit um rund 40 Prozent eingebrochen, die Zahl der Ankünfte um knapp 50 Prozent.

In Oberbayern gingen die Zahlen mit 44,7 Prozent bzw. 55,4 Prozent noch stärker zurück. Hier haben sich neben dem Rückgang im Erholungstourismus insbesondere der Ausfall des Messegeschäfts und der starke Einbruch bei Geschäftsreisen deutlich ausgewirkt. In Folge sehen sich in Oberbayern 71 Prozent der befragten Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet. Fast ein Drittel der Betriebe zieht gar eine Betriebsaufgabe in Erwägung. „Die eingeleiteten Öffnungsschritte sind für Oberbayern daher von fundamentaler Bedeutung – weitere müssen zügig folgen. Der Trend zum Inlandstourismus wird sich fortsetzen und neue Zielgruppen hervorbringen. Es gilt, das Vertrauen potenzieller Gäste vor dem Hintergrund gestiegener Sicherheitsbedürfnisse zu gewinnen und die Chancen für den erfolgreichen Neustart zu nutzen“ so Brossardt. Eine weitere zentrale Herausforderung für den Tourismus sieht die vbw im Klimawandel.

Die Anpassung an sich ändernde Klimabedingungen erfordert von den Betrieben erhebliche Investitionen. „Gleichzeitig müssen innovative Angebote geschaffen werden, damit der Tourismus auch unter künftigen Klimaverhältnissen für Gäste attraktiv bleibt – zum Beispiel durch Alternativen zum klassischen Skitourismus. Insgesamt müssen wir noch vielfältiger werden, wenn wir Tourismusland Nummer eins bleiben und dauerhaft zu alter Stärke zurückfinden wollen“, resümierte Brossardt. Der Tourismus in Bayern stellte 2019 mit Umsätzen von mehr als 33 Milliarden Euro und rund 600.000 Arbeitskräften einen zentralen Wirtschaftsfaktor im Freistaat dar.