Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 15. April 2021

Pressemitteilung

Flächendeckende Gesundheitsversorgung ist wesentlicher Standortfaktor / Brossardt: „Gesundheitswirtschaft auch wichtiger Wirtschaftsfaktor“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Eine qualitativ hochwertige und am Bedarf orientierte Gesundheitsversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor. Regionen, die über eine ungenügende allgemein- und fachärztliche Versorgung verfügen, sind auch für die Ansiedlung von Unternehmen unattraktiv. „Gerade für ein Flächenland wie Bayern ist es wichtig, dass die Versorgung verlässlich und qualitativ hochwertig ist. Für die Betriebe ist es schwer, Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, wenn eine wohnortnahe Versorgung mit Ärzten und Krankenhäusern fehlt. Rund 80 Prozent der Unternehmen haben in Befragungen zur Standortqualität zuletzt Handlungsbedarf bei der Sicherstellung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung gemeldet“, betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich einer Kooperationsveranstaltung mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Die Private Krankenversicherung leistet aus Sicht der vbw einen Beitrag dazu, gute Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum zu etablieren. Demnach trägt die PKV überproportional stark zur Finanzierung der bayerischen Arztpraxen bei – Mit mehr als zwei Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr. Aktuelle Regionaldaten zeigen, dass dieses Geld vor allem den ländlichen Praxen zugutekommt. „Ärzte im ländlichen Raum können die zusätzlichen Umsätze durch geringere Mieten und Personalkosten noch besser für moderne Geräte oder in zusätzliches Personal investieren. Das kommt allen Patienten zu Gute, auch den gesetzlich Versicherten“, ergänzt Brossardt.

Die Gesundheitswirtschaft ist für Bayern nicht nur Kosten-, sondern auch wichtiger Wirtschaftsfaktor. Über 15 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Gesundheitswirtschaft tätig, die Bruttowertschöpfung betrug 2019 bayernweit rund 60 Milliarden Euro. „Das zeigt, die Gesundheitsbranche ist wichtig für unser Wirtschaftswachstum und sorgt für Arbeitsplätze. Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig im Krisenfall ein gut entwickeltes Gesundheitswesen ist. Aber unser Gesundheitssystem war und ist den Herausforderungen von Corona gewachsen, und zwar vor allem durch den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Medizin und Pflege. Das verdient höchste Anerkennung“, lobt Brossardt.