Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2020

Pressemitteilung

Exporte im Oktober: Gegenläufige Entwicklungen in USA und China / Brossardt: „Blick in die Zukunft von Unsicherheit und Volatilität geprägt“

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 Robert Seidl
Robert Seidl
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Anlässlich der heute veröffentlichten Außenhandelszahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik blickt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit Sorge auf den rückläufigen Trend bei den Exporten nach China. „Der chinesische Markt ist eine der wichtigsten für unsere exportorientierte Wirtschaft. Das Minus von sechs Prozent für Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein unerfreulicher Rückschlag für die wirtschaftliche Erholung der bayerischen Wirtschaft. Dabei brachen die Ausfuhren von Luftfahrzeugen und -teilen um ganze 92,8 Prozent ein, aber auch die Pkw-Exporte sanken um 9,6 Prozent“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Erfreulich ist hingen der nur noch leichte Export-Rückgang von 0,1 Prozent im Vorjahresvergleich in die USA. Dahinter steht ein Plus von 65 Prozent bei den Pharmaprodukten und von 9,1 Prozent bei den Pkws. Es bleibt abzuwarten, wie sich die kommenden Monate entwickeln. Im Vergleich zu den Vormonaten 2020 steht die Entwicklung jedoch exemplarisch für die volatile weltwirtschaftliche Entwicklung insgesamt, die von der Corona-Pandemie, protektionistischen Tendenzen und unklaren Investitionsneigungen bestimmt wird.“

Auch wenn die bayerische Automobilbranche ihre Erholung fortgesetzt hat, ist es noch ein langer Weg bis zum Vorkrisenniveau. „Das Export-Minus ist mit 8,3 Prozent im KfZ-Zuliefer-Bereich mit Fahrgestellen, Karosserien und Motoren im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2019 immer noch deutlich. Immerhin haben die Ausfuhren im Bereich der Personenkraftwagen und Wohnmobile mit einem Minus von nur noch 0,5 Prozent im Vergleich zum Oktober 2019 einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Die Exporte im Maschinenbau sind mit einem Rückgang von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin klar auf unterdurchschnittlichem Niveau“, so Brossardt und fordert mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie: „Unsere Unternehmen brauchen für die Zukunft Planungssicherheit und eine an den unterschiedlichen Branchenentwicklungen orientierte Differenzierung.“