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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlich weniger offene Stellen in Oberbayern / Brossardt: „Wer gut qualifiziert ist, hat weiterhin beste Chancen“

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 Andreas Ebersperger
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Die Zahl der offenen Stellen in Oberbayern ist im Verlauf der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das zeigt die regionale Auswertung des „Arbeitsmarktbarometers Bayern“, das die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit vierteljährlich erstellt. Die Metallerzeugung ist mit einem Rückgang von knapp 42 Prozent im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders betroffen. Auch in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie und Elektro gingen die Stellenangebote mit 42 bzw. 33 Prozent deutlich zurück.

Trotz des Rückgangs offener Stellen sind die Chancen in zahlreichen Berufen für Arbeitslose in Oberbayern weiterhin sehr gut. So entfiel im 3. Quartal in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro durchschnittlich rund eine angebotene Stelle auf einen Arbeitslosen. Eine ähnliche Tendenz zeichnete sich bei den Gesundheitsberufen ab. „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt aufgrund der demografischen Entwicklung auch für die oberbayerischen Unternehmen hochaktuell. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Prognosen zufolge nimmt die erwerbsfähige Bevölkerung auch in Oberbayern ab.

Im Agenturbezirk Ingolstadt ist der Rückgang offener Stellen in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit mehr als 49 Prozent im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sichtbar. Mechatronikerstellen gingen um 43 Prozent zurück, Jobs im Bereich Metallerzeugung im 41 Prozent. Jedem Arbeitslosem steht andererseits in den Bereichen Mechatronik und Informatik rechnerisch mehr als eine offene Stelle zur Verfügung, ebenso bei den Gesundheitsberufen.

Auch im Agenturbezirk Rosenheim sank die Zahl der offenen Stellen in der Metallerzeugung deutlich, nämlich um rund 60 Prozent, aber auch hier kam auf jeden Arbeitslosen im Bereich Mechatronik noch eine offene Stelle, ebenso in den medizinischen Gesundheitsberufen. Die Rückgänge an offenen Stellen bei den Fahrzeugtechnikberufen und in der Mechatronik waren mit 32 bzw. 24 Prozent deutlich geringer als in anderen Agenturbezirken.

Währenddessen gab es im Agenturbezirk Traunstein in der Metallindustrie sogar etwas mehr Stellenangebote als im Vorjahreszeitraum. Hier waren die größten Einbrüche bei Gartenbau und Floristik mit -48 Prozent zu verzeichnen. Auch bei den Fahrzeugtechnikberufen und in der Mechatronik ging die Zahl der Stellenangebote mit einem Minus von 31 bzw. 27 Prozent weniger stark als im Rest des Regierungsbezirks Oberbayern. Auch hier ist die Lage für Mechatroniker sowie medizinische Gesundheitsberufe mit rund einer Stelle auf jeden Arbeitslosen weiterhin sehr gut.

Im Agenturbezirk Weilheim ging die Zahl der offenen Stellen bei der Metallerzeugung um 40 Prozent, bei den Mechatronikern um 43 Prozent zurück, dennoch entfällt bei den Mechatronikern auch hier weiterhin auf jeden Arbeitslosen eine offene Stelle. Bei den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen ging die Zahl der offenen Stellen um knapp 42 Prozent zurück, hier kamen zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle. Vor Jahresfrist war es noch umgekehrt: Ein Arbeitsloser konnte rechnerisch unter zwei Angeboten wählen.

Im Agenturbezirk München war die Krise besonders deutlich spürbar: Die offenen Stellen in der Metallerzeugung gingen um 59 Prozent zurück, bei den Maschinen- und Fahrzeugberufen um 50 Prozent und in der Mechatronik um rund 40 Prozent. Bei den Mechatronikern kommen 1,6 Arbeitslose auf eine offene Stelle.

„Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen“, fasst Brossardt zusammen.

Zum Arbeitsmarktbarometer:

www.vbw-bayern.de/arbeitsmarktbarometer