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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlich weniger offene Stellen in Niederbayern / Brossardt: „Wer gut qualifiziert ist, hat weiterhin beste Chancen“

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 Evi Moder
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Die Zahl der offenen Stellen in Niederbayern ist im Verlauf der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das zeigt die regionale Auswertung des „Arbeitsmarktbarometer Bayern“, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit vierteljährlich erstellt. Die Metallindustrie ist mit einem Rückgang von fast 46 Prozent im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders betroffen. Auch in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie und Elektro gingen die Stellenangebote mit knapp 46 bzw. 34 Prozent deutlich zurück.

Trotz des Rückgangs offener Stellen sind die Chancen in zahlreichen Berufen für Arbeitslose in Niederbayern weiterhin sehr gut. So entfiel im 3. Quartal in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro durchschnittlich eine angebotene Stelle auf einen Arbeitslosen. „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt aufgrund der demografischen Entwicklung auch für die niederbayerischen Unternehmen hochaktuell. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Prognosen zufolge nimmt die erwerbsfähige Bevölkerung in Niederbayern zwischen 2015 und 2035 um neun Prozent ab.

Im Agenturbezirk Deggendorf ist der Rückgang offener Stellen in der Papier- und Druckindustrie mit fast 73 Prozent als auch in der Metallindustrie mit mehr als 45 Prozent im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sichtbar. Pro Arbeitslosen stehen neben den Gesundheitsberufen auch in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro am meisten offene Stellen zur Verfügung. Im Agenturbezirk Landshut-Pfarrkirchen sank die Zahl der offenen Stellen in der Metallindustrie um knapp 44 Prozent. Besonders betroffen waren zudem die Bereiche Land- und Forstwirtschaft sowie die Papier- und Druckindustrie (-72 bzw. -59 Prozent). Noch stärker als im restlichen Regierungsbezirk verringerte sich die Zahl der Stellenangebote im Agenturbezirk Passau in der Metallindustrie mit einem Minus von rund 55 Prozent. Auch hier ist die Lage für Mechatroniker sowie Energie- und Elektroberufe mit knapp einer Stelle auf jeden Arbeitslosen weiterhin gut.

„Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen“, fasst Brossardt zusammen.