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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlich weniger offene Stellen in Mittelfranken / Brossardt: „Wer gut qualifiziert ist, hat weiterhin beste Chancen“

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 Robert Seidl
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Die Zahl der offenen Stellen in Mittelfranken ist im Verlauf der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das zeigt die regionale Auswertung des „Arbeitsmarktbarometer Bayern“, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit vierteljährlich erstellt. Die Metallindustrie ist mit einem Rückgang von über 40 Prozent im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders betroffen. Auch in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie und Elektro gingen die Stellenangebote mit 34 bzw. 24 Prozent deutlich zurück.

Trotz des Rückgangs offener Stellen sind die Chancen in einigen Berufen für Arbeitslose in Mittelfranken weiterhin gut. So entfiel im 3. Quartal im Bereich Mechatronik durchschnittlich auf eine offene Stelle ein Arbeitssuchender. „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt aufgrund der demografischen Entwicklung dennoch auch für die mittelfränkischen Unternehmen hochaktuell. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Prognosen zufolge nimmt die erwerbsfähige Bevölkerung in Mittelfranken zwischen 2015 und 2035 um 6,8 Prozent und damit am zweitniedrigsten innerhalb Bayerns ab.

Im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg ist der Rückgang offener Stellen in der Papier- und Druckindustrie als auch in der Metallindustrie mit 37 Prozent im 3 Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sichtbar. Pro Arbeitslosen stehen in dem Bereich der Mechatronik, Energie- und Elektronikberufe relativ viele offene Stellen zur Verfügung. Auch im Agenturbezirk Fürth sank die Zahl der offenen Stellen in der Metallindustrie um rund 36 Prozent. Besonders betroffen waren zudem der Bereich Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe (-48 Prozent). Währenddessen verringerte sich die Zahl der Stellenangebote im Agenturbezirk Nürnberg in der Metallindustrie mit einem Minus von 46 Prozent stärker als im restlichen Regierungsbezirk.

„Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen“, fasst Brossardt zusammen.