Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2021

Pressemitteilung

Der Westen verliert bis 2040 an ökonomischer Dominanz / Brossardt: „Es gibt keine Alternative zu Freihandel und internationaler Arbeitsteilung“

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 Robert Seidl
Robert Seidl
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Demografische und ökonomische Verschiebungen in den nächsten 20 Jahren führen laut einer Prognos-Studie zu einem Verlust an ökonomischer Dominanz von Nordamerika, West- und Mitteleuropa, wenngleich diese weiterhin große Absatzmärkte bleiben werden. Ostasien und der pazifische Raum sowie teilweise auch Südasien werden an wirtschaftlichem Gewicht gewinnen. „Die Weltwirtschaft befindet sich im Umbruch, eine Kräfteverschiebung ist im Gange. Während in den klassischen Industriestaaten die Wachstumspotenziale aufgrund einer stagnierenden Bevölkerungsentwicklung begrenzt sind, erleben viele Schwellenländer vor allem im asiatischen Raum einen dynamischen Aufholprozess“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Auf diese langfristigen Verschiebungen der globalen Wirtschaftsverhältnisse sind deutsche und bayerische Unternehmen der Studie zufolge nur in Teilen vorbereitet. „Unsere Unternehmen sind in den Produktkategorien Fahrzeuge und medizinische Produkte schon heute auf den wichtigsten Absatzmärkten Ostasien und Pazifik sowie Nordamerika stark aufgestellt. Deutsche Exporteure von Maschinen und Anlagen sowie Straßen- und Energieinfrastruktur bedienen in den Zukunftsregionen Ostasien und Pazifik, Nordamerika sowie Südasien bislang nur einen niedrigen bis mittleren Teil der regionalen Nachfrage. Hier bestehen noch Wachstumschancen“, so Brossardt.

Die Verschiebung der ökonomischen Kräfteverhältnisse von West nach Ost könnte neue Spielregeln für den internationalen wirtschaftlichen Austausch bedeuten. „De-Globalisierung ist zunehmend eine realistische Gefahr und führt weltweit zu Wohlstandsverlusten. Für die globale Wirtschaftsordnung gibt es keine Alternative zu Freihandel und internationaler Arbeitsteilung. Protektionismus und Handelskriege schaden allen beteiligten Akteuren“, warnt Brossardt. Die Europäische Union ist als großer Wirtschaftsraum aufgefordert einen zentralen Beitrag zur langfristigen Stabilisierung und Weiterentwicklung der globalen Wirtschaftsordnung zu leisten.

Die Studie wurde von der Prognos AG im Auftrag der vbw erstellt und ist online unter www.vbw-bayern.de abrufbar.