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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Arbeitslosenzahl in Rosenheim steigt 2020 um rund 39 Prozent / Brossardt: „Corona-Pandemie hinterlässt negative Spuren auf dem Arbeitsmarkt“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
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Die Arbeitslosigkeit wird 2020 im Arbeitsagenturbezirk Rosenheim um 2.800 auf 10.000 Erwerbslose steigen. Das ist ein Plus von 38,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2021 werden die Erwerbslosenzahlen weiter steigen, um 400 bzw. 4 Prozent auf 10.400. Das prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner Herbstprognose im mittleren Konjunkturszenario. „Wir erleben derzeit einen seit über zehn Jahren nicht mehr gesehenen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bei einer noch schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung, im Negativszenario der IAB-Prognose, würde die Arbeitslosigkeit in Rosenheim 2021 deutlich stärker, um 13 Prozent bzw. 1.300 Personen auf 11.300 Arbeitslose steigen. Das bereitet uns Sorge. Und noch ist das weitere Pandemie-Geschehen völlig offen. Der derzeitige teilweise Lockdown ist in den Zahlen noch nicht abgebildet“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Bertram Brossardt.

Laut Prognose wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Rosenheim 2020 um rund 300 auf 196.400 Personen sinken. Im Jahresdurchschnitt 2021 wird die Beschäftigung mit 199.000 Personen wieder um 1,3 Prozent bzw. um 2.600 Personen höher liegen als 2020. „Im kommenden Jahr zeigen die Prognosen wieder eine Erholung an. Dennoch nimmt die Arbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Rosenheim zunächst noch einmal zu. Wir rechnen frühestens 2022 damit, dass Vorkrisenniveau wieder zu erreichen“, erklärt Brossardt.

Die vbw sieht neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch den industriellen Strukturwandel sowie wachsende außenwirtschaftliche Risiken mit Sorge. Dazu kommen auch innenpolitische Fehlanreize, die die Wirtschaft belasten. „Weltweit haben wir die vierthöchsten Arbeitskosten, dazu stetig steigende Strom- und Energiekosten. Entlastungen sind aber weiterhin Fehlanzeige: Weder die Unternehmenssteuerlast wurde gesenkt, noch ist die Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes angegangen worden“, erklärt Brossardt.